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«In der Schweiz sind wir viel zu bequem»

Roger Federer hat in der Schweiz die Erwartungen in den Himmel geschraubt. Sein früherer Doppelpartner Yves Allegro versucht nun als Talentförderer, den Absturz zu verhindern – ein schwieriges Unterfangen.

Yves Allegro erklärt, wie die Talentschmiede des Schweizer Tennis funktioniert. Video: Sebastian Rieder.

«Wann können wir mit dem nächsten Roger Federer rechnen?», ist eine Frage, die der frühere Davis-Cup-Spieler Yves Allegro in seiner Funktion als U-14-Verantwortlicher von Swiss Tennis oft zu hören bekommt. Und es ist eine Frage, die wenig mit der Realität zu tun hat – obwohl der Verband sich noch intensiver als in der Vergangenheit um den Aufbau neuer Spitzenspieler kümmert. Die bestehende Infrastruktur in Biel wurde ausgebaut und vor einem knappen Monat um ein Wohn- und Schulungsgebäude sowie zusätzliche Tennisplätze erweitert. Der 34-jährige Allegro, der an den Olympischen Spielen 2004 in Athen an Federers Seite im Doppel spielte, sagt, er wäre schon überaus glücklich, wenn die Schweiz in zehn Jahren den nächsten Stanislas Wawrinka hätte. «Wäre Roger nicht da, würde man Stan hierzulande als Helden feiern, jetzt ist er der Schweizer, dessen grossartige Leistungen als Top-20-Spieler wenig geschätzt werden», schildert er die einmalige Konstellation.

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