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«Ich kann Basel viel mehr geniessen»

Roger Federer fühlt sich topfit vor seinem elften Heimturnier, wo er mit dem vierten Titel Rekordsieger werden will.

Gut im Schuss: Roger Federer ist mit einem Turniersieg aus Stockholm in seine Heimat gereist.
Gut im Schuss: Roger Federer ist mit einem Turniersieg aus Stockholm in seine Heimat gereist.
Reuters

Wer so viel gewinnt, hat es schwer, die Übersicht zu bewahren. Als Roger Federer gestern Freitag in der St.-JakobsHalle, wo er verschiedene Interviews gab, auf seine Erfolge an den Davidoff Swiss Indoors zu reden kam, unterlief ihm jedenfalls ein unerzwungener Fehler: Drei Titel und zwei Finals habe er hier schon erreicht, bemerkte er – und übersah dabei, dass er inzwischen schon sechsmal im Endspiel stand, zusammen mit der Niederlage 2009 gegen Novak Djokovic, der ebenfalls wieder gemeldet ist. Federers Startspiel ist für übermorgen Montag um 18.30 Uhr vorgesehen, nach der Eröffnungsfeier mit Stargast Paul Potts. Sollte ihm an der heutigen Auslosung allerdings ein Qualifikant zugelost werden oder ein Spieler, der am Sonntag irgendwo in einem Endspiel steht, könnte sein erster Auftritt vertagt werden müssen.

Im Gegensatz zu früheren Jahren, als er in der Woche vor Basel oft noch spielte (etwa in Madrid), kann sich der siegreichste Spieler der Turniergeschichte inzwischen in aller Ruhe auf die Indoors vorbereiten. «Das Turnier erscheint mir deshalb viel länger, ich kann Basel viel mehr geniessen», sagte er. Nach seinem Sieg in Stockholm kam er am Dienstag ans Rheinknie, wo er mit einem 4. Turniersieg alleiniger Rekordhalter (vor Stefan Edberg) werden kann.

2011 weiter mit zwei Coaches

Die Swiss Indoors seien für ihn trotz der familiären Atmosphäre immer noch «ein Megaturnier», so Federer, der sich «sehr fit und bereit» fühlt. Der Belag in der St.-Jakobs-Halle, wo heute die Qualifikation beginnt, sei deutlich schneller als zuletzt an den Turnieren in Shanghai und Stockholm, das sollte ihm entgegenkommen.

Im Training übertreibe er es diese Woche nicht. Insgesamt vier bis fünf Stunden würden ihm reichen. Federer ist sich bewusst, dass er momentan nicht darum spielt, die Nummer 1 zu werden – das müsse er verschieben, denn der Vorsprung von Rafael Nadal ist schlicht zu gross. «Im Moment konzentriere ich mich darauf, Titel zu gewinnen.» In Basel, Paris-Bercy und London (Masters) bieten sich ihm dazu noch drei gute Gelegenheiten. Im Hinblick auf 2011 verriet Federer, dass er weiterhin mit dem Coachduo Paul Annacone/ Severin Lüthi arbeiten wird. Es gehe nun darum, einen Rhythmus zu finden, der Sinn mache. In Basel ist die Reihe an Lüthi.

Federer ist an seinem Heimturnier mehr engagiert als üblich. Der Rummel sei schon sehr gross, gibt er zu, inzwischen wisse er aber, wie er «alles unter einen Hut» bringe; Besuche bei den Eltern, der Schwester (die auch Zwillinge bekommen hat), Treffen mit Freunden, Sponsoren, Medien usw. Er fand nun sogar Zeit, mit seiner Familie die Herbstmesse zu besuchen. Seine Zwillingstöchter seien inzwischen ein gutes Antizipationstraining, scherzte er: Sie würden nun in alle Richtungen rennen, «links und rechts. Ich versuche immer zu erraten, wohin es geht – und liege natürlich immer falsch.»

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