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Federers Spezial-Bilanz: 24 Siege nach 66 abgewehrten Matchbällen

Vom Rand der Niederlage zum Triumph. Die Top 10 von Roger Federers spektakulärsten Comebacks.

Roger Federer schafft in Melbourne eines der verrücktesten Comebacks seiner Karriere.(Video: Tennis Australia via AP)

Der Erfolg gegen Tennys Sandgren im Viertelfinal des Australian Open ist erst Roger Federers vierter Fünfsatzsieg nach abgewehrten Matchbällen. Sieben Mal fehlte dem Amerikaner nur ein Punkt, um in die Halbfinals vorzustossen. Insgesamt hat Federer nun 24 Partien gewonnen, in denen er Matchbälle annullieren konnte, total 66.

Andererseits hat er an diesen Turnieren auch schon sechs Marathons verloren, in denen ihn nur ein Punkt vom Sieg getrennt hatte. Dabei war Federer 2010 und 2011 in New York nach je zwei Matchbällen in den US-Open-Halbfinals Novak Djokovic unterlegen, gegen den er 2019 in Wimbledon auch im Endspiel zwei Siegpunkte nicht verwerten konnte.

Eine Macht in Melbourne

Federers Fünfsatzbilanz steht bei 32:23. In Melbourne hat er die letzten sechs fünften Sätze alle gewonnen: Vor Sandgren in diesem Jahr schon gegen John Millman, dazu 2018 im Final gegen Marin Cilic sowie 2017 gegen Kei Nishkori, Stan Wawrinka (Halbfinal) und Rafael Nadal (Final). Grosse Comebacksiege findet man in Federers Karriere viele. Die Top-Ten:

Rang 1: 2020 gegen Sandgren in Melbourne nach sieben abgewehrten Matchbällen.

Rang 2: Beim 6:7, 5:7, 6:4, 6:0, 6:2 gegen Tommy Haas im Achtelfinal des French Open 2009 muss Federer im dritten Satz eine Matchball-ähnliche Situation bewältigen – in Form eines Breakballs für den brillant spielenden Deutschen, der diesem das 5:3 gebracht hätte. Dabei hat er Glück, dass seine Vorhand in extremis die Linie noch berührt und zum Winner wird.

Rang 3: Gegen John Millman holt er, ebenfalls in Melbourne 2020 im Match-Tiebreak ein 4:8 auf und siegt 10:8.

Rang 4: In Wimbledon 2010 erlebt er gegen Alejandro Falla in der ersten Runde als Titelverteidiger einen albtraumhaften Start und fällt 5:7, 4:6 zurück. Er gewinnt die nächsten Sätze gegen den Linkshänder aus Kolumbien (ATP 60) 6:4, 7:6 (7:1), 6:0, gerät dabei aber bei 4:4 im 3. Satz als Aufschläger 0:40 in Rückstand. Im 4. Satz kann Falla bei 5:4 sogar zum Sieg aufschlagen.

Rang 5: In Miami schlägt er im Final 2005 Nadal 2:6, 6:7, 7:6 (5), 6:3, 6:1. Federer liegt gegen den erst auf Rang 31 klassierten Nadal im 3. Satz schon 1:4 im Rückstand. Dennoch holte er seinen 18. Finalsieg in Serie.

Rang 6: In Wimbledon 2012 muss er in den Sechzehntelfinals gegen den Franzosen Julien Benneteau (ATP 32) 3:34 Stunden lang kämpfen, ehe er ihn 4:6, 6:7 (3:7), 6:2, 7:6 (8:6), 6:1 niedergerungen hat. Der Baselbieter steht im vierten Satz mehrfach zwei Punkte vor dem Ausscheiden.

Rang 7: Im Final des Australian Open 2017 holt Federer im fünften Satz gegen Nadal einen 1:3-Rückstand auf und gewinnt die letzten fünf Games und beim Comebackturnier nach sechs Monaten seinen 18. Grand-Slam-Titel.

Rang 8: In Melbourne fällt er 2009 gegen den entfesselten Tomas Berdych im Achtelfinal 4:6, 6:7 (4:7) zurück, ehe er die Wende schafft und mit 6:4, 6:4, 6:2 nach dreieinhalb Stunden doch noch als Sieger zum Shakehands schreiten kann.

Rang 9: In Paris 2012 schlägt er im Viertelfinal Juan Martin Del Potro 3:6, 6:7 (4), 6:2, 6:0, 6:3. Bei Nieselregen dreht er gegen den Argentinier auf dem Court Suzanne Lenglen nach einem 0:2-Satzrückstand auf.

Rang 10: Gegen Scott Draper kann er in Cincinnati 2003 wie nun gegen Sandgren ebenfalls sieben Matchbälle abwehren.

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