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Federer und der Fluch des Zauberschlags

Redaktion Tamedia lässt während des US Open täglich eine denkwürdige Partie des letzten Majors der Saison Revue passieren. Heute: Federers Schlag für die Geschichtsbücher.

Roger Federer ist nicht dafür bekannt, während seinen Spielen grosse Emotionen zu zeigen. Vereinzelt kann aber sogar der Schweizer seine Freude über einen Punkt nicht verbergen, so geschehen beim US Open 2009 im Halbfinal gegen Novak Djokovic. Federer hatte auch allen Grund dazu. Ihm war soeben ein Schlag zwischen den Beinen hindurch gelungen, der im Internet als Tweener zum Hit wurde.

Beim Stand von 7:6, 7:5, 6:5 aus seiner Sicht und Aufschlag Djokovic führte Federer 30:0. Der Serbe stand arg unter Druck. Trotzdem hämmerte er einen ersten Aufschlag ins Feld und zwang Federer gleich in die Defensive, so lange, bis dieser mit seiner Rückhand viel zu kurz wurde und Djokovic die Möglichkeit gab, in dieses Game zurückzukehren. Djokovic legte den Ball knapp hinter das Netz, weshalb Federer zu einem Sprint über das halbe Feld ansetzten musste, um den Ball notdürftig in der Hälfte des Gegners unterzubringen.

Djokovic attakierte sofort wieder und spielte einen Lob über Federer. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wären die meisten Spieler auf der Tour geschlagen gewesen. Doch nicht Federer: Er sprintete zurück und schwang, mit dem Rücken zum Netz, sein Racket zwischen den Beinen hindurch, wo er den Ball traf. Und wie! Der am Netz lauernde Djokovic konnte nur noch staunen. Federer hatte ihn mit seinem Kabinettstückchen mirakulös passiert.

Obwohl der Passierball Federer einen Matchball bescherte, den er dann sogleich nutzte, sollte er dem Schweizer in New York kein Glück bringen. Im Endspiel verlor er gegen den klaren Aussenseiter Juan Martin Del Potro und in den nächsten beiden Jahren jeweils in den Halbfinals gegen Djokovic. Nach Matchbällen.

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