Federer triumphiert zum achten Mal in Basel

Roger Federer setzt sich im Final der Swiss Indoors mit einem hart erkämpften Dreisatz-Sieg gegen Juan Martin del Potro durch.

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Roger Federer schreibt an den Swiss Indoors eine weitere Erfolgsstory. Dank dem 6:7 (5:7), 6:4, 6:3 gegen Juan Martin Del Potro gewinnt der gebürtige Basler seinen achten Titel am Heimturnier.Nach 2:31 Stunden war die Revanche für die beiden Final-Niederlagen 2012 und 2013 vollbracht. Als beim zweiten Matchball Federers der Return von Del Potro hinter die Grundlinie segelte, verwandelte sich die mit 9200 Zuschauern einmal mehr ausverkaufte St. Jakobshalle zum wiederholten Mal an diesem Nachmittag in ein Tollhaus.

Mit seinem achten Titel an seinem Heimturnier, an dem er einst als Balljunge im Einsatz gestanden hatte, krönte Federer sein Traumjahr 2017, das ihm bislang sieben Titel bescherte, zwei davon an Grand-Slam-Turnieren.

Freudenschrei: Del Potros Return segelt hinter die Grundlinie und besiegelt den Final der Swiss Indoors zu Gunsten des Lokalmatadors.

Das Beste zum Schluss

Federer hatte einen harten Kampf angekündigt, bevor er kurz nach 15 Uhr unter tosendem Applaus die Halle betrat. Und der Schweizer sollte recht behalten. Er und sein Widersacher sparten sich das Beste für den Schluss des Turniers auf.Gut zwei Stunden lang boten sich Federer und sein argentinischer Herausforderer, mit dem er sich schon manches episches Duell geliefert hatte, ein Duell auf Biegen und Brechen auf höchstem Niveau.

Tennis vom allerfeinsten: Die beiden Akteure des Traumfinals von Basel zeigen mehrere sensationelle Ballwechsel. (Quelle: Twitter/@TennisTV)

Als Federer zu Beginn des drittes Satz auf ein kassiertes Break mit zwei Rebreaks in Folge reagierte, kippte das Momentum endgültig auf Seite des 36-Jährigen, der bereits seinen 13. Final in Basel bestritt. Während Del Potro nach den Strapazen der letzten Wochen - er bestritt das vierte Turnier innerhalb eines Monats - sein Niveau nicht mehr ganz halten konnte, spielte Federer mit der Führung im Rücken ohne Makel.

Das Leiden im ersten Satz

Zuvor hatte er allerdings immer wieder zu leiden, wie auch das Publikum, das seinen Liebling frenetisch unterstützte. Im ersten Satz lag Federer zweimal mit einem Break in Führung, ehe er jeweils umgehend das Rebreak kassierte. Und im Tiebreak behielt Del Potro das bessere Ende für sich, nachdem der Schweizer einen 3:0-Vorsprung verspielt und im ganzen Satz insgesamt mehr Punkte gewonnen hatte.

Im zweiten Durchgang hatte er zwei knifflige Momente zu überstehen, nachdem er einen frühen Vorteil mit einem einfachen Rückhand-Volley vergeben hatte.

Mitte des zweiten Durchgangs sah man nicht viele jubelnde Gesichter in der St. Jakobshalle – vor allem Federer zeigte sich phasenweise mit zorniger Miene. (Quelle: Twitter)

Geglückte Revanche

Doch die Geschichte der Finals von 2012 und 2013, als Del Potro Federer im dritten Satz jeweils niedergerungen hatte, wiederholte sich nicht. Mit seinem 95. Titel überholte Federer Ivan Lendl, mittlerweile hat nur Jimmy Connors in der Open Era mit 109 Turnieren mehr Titel gewonnen als der Schweizer. Für Federer ist sein Heimturnier nach Halle (9 Titel) das zweiterfolgreichste Turnier seiner Karriere, in Wimbledon gewann er ebenfalls acht Mal.

Freude herrscht: Zum achten Mal stemmt der Baselbieter den goldenen Pokal in die Höhe. (Quelle: Twitter/@TennisTV)

nos/sda

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