Federer trainiert, während Kyrgios flucht

Roger Federer scheint bereit zu sein für sein Comeback nach vier Jahren beim French Open.

Erste Trainingsbilder: Federer verbrachte zwei Stunden auf dem Centre Court. (Video: Youtube/Roland Garos)

Der 37-jährige Basler trainierte am Dienstag knapp zwei Stunden auf dem umgebauten Hauptplatz des Stade Roland Garros. Zuletzt hatte er in Rom vor seinem Viertelfinal gegen Stefanos Tsitsipas wegen Schmerzen im rechten Bein Forfait erklärt. Nun zeigte er in der Übungseinheit mit dem Argentinier Diego Schwartzman keinerlei Anzeichen von Beschwerden.

Federer trat in Paris, wo er seinen bisher einzigen Titel 2009 gefeiert hatte, seit 2015 nicht mehr an. Damals unterlag er im Viertelfinal seinem Landsmann und späteren Sieger Stan Wawrinka. In den letzten beiden Saisons hatte er auf Sand überhaupt nicht mehr gespielt. Das Comeback auf der roten Unterlage verlief mit Viertelfinal-Qualifikationen in Madrid (Niederlage nach zwei vergebenen Matchbällen gegen Dominic Thiem) und in Rom aber viel versprechend.

Kyrgios sorgt für nächsten Aufreger

Während Federer in Paris fleissig trainierte, liess Nick Kyrgios die Tennis-Community auf Instagram wissen, was er vom anstehenden Grand-Slam-Turnier hält. In einem Videopost bezeichnete er Roland Garros als «Mist» – zumindest im Vergleich zum drei Wochen später stattfindenden Wimbledon, das als prestigeträchtigstes Tennis-Turnier im Kalender gilt.

Der Australier hatte auf dem Rasen von Wimbledon zuvor mit dem Schotten Andy Murray trainiert. Und dabei liess er seine Follower wissen, dass er Rasen als Unterlage Sand vorziehe: «Schafft den Sand ab. Wer mag Sand schon? Es ist so schlecht.»

Wie gut oder schlecht Kyrgios in Paris abschneiden wird, zeigt sich ab nächster Woche, wo das «Enfant terrible» bereits in der ersten Runde einem der zahlreichen gesetzten Profis das Leben schwer machen könnte. Auch wenn Kyrgios Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen sein dürfte. In der vergangenen Woche war er vom Sandplatzturnier in Rom ausgeschlossen worden, nachdem er unter anderem einen Stuhl auf den Platz geworfen und sich mit einem Zuschauer angelegt hatte.

erh/sda

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