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«Federer, Nadal und Djokovic sind langweilig»

Die drei Routiniers dominieren das Tennis weiterhin. Ganz zum Unmut von Jewgeni Kafelnikow, der ehemaligen Nummer 1. Auch auf Maria Scharapowa ist er nicht gut zu sprechen.

red
Etwa so dürfte Jewgeni Kafelnikow ausgesehen haben, als er mit seiner Schimpftirade bei Russia TV startete. Darin schiesst er vor allem gegen Roger Federer. Um diesen gäbe es keine heissen Storys, wie in einer Schweizer Bank und als Schweizer sei ihm eh alles auf dem Silbertablett serviert worden.
Etwa so dürfte Jewgeni Kafelnikow ausgesehen haben, als er mit seiner Schimpftirade bei Russia TV startete. Darin schiesst er vor allem gegen Roger Federer. Um diesen gäbe es keine heissen Storys, wie in einer Schweizer Bank und als Schweizer sei ihm eh alles auf dem Silbertablett serviert worden.
EPA/Srdjan Suki
Roger Federer, die Nummer 3: «langweilig.»
Roger Federer, die Nummer 3: «langweilig.»
EPA/Tony McDonough
Novak Djokovic, die Nummer 1: «auch langweilig.»
Novak Djokovic, die Nummer 1: «auch langweilig.»
EPA/Noushad Thekkayil
Und Rafael Nadal, die Nummer 2: «sehr langweilig.»
Und Rafael Nadal, die Nummer 2: «sehr langweilig.»
EPA/Darren England
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Roger Federer? «Langweilig.» Novak Djokovic? «Auch langweilig.» Rafael Nadal? «Sehr langweilig.» – so lautet das kurze und nicht sehr ausführliche Fazit von Jewgeni Kafelnikow. Der Russe gab im Dezember bei Russia TV ein Interview, in dem er sich in Rage redete. Besonders zu stören scheint ihn dabei, dass Federer, Nadal und Djokovic trotz ihrem Alter immer noch zur Weltspitze des Sports gehören, ja diese sogar dominieren. Der letzte Grand-Slam-Sieger, der nicht zu den «Big Three» gehörte, war Stan Wawrinka beim US Open 2016.

Nun ist Kafelnikow nicht irgendwer, der Russe ist einer der Vorgänger von Federer, Djokovic und Nadal was die Weltrangliste angeht. In dieser war er 1999 während fünf Wochen die Nummer 1 und auch er gewann Grand-Slam-Turniere, zwei an der Zahl, das French Open 1996 und das Australian Open 1999. Dazu holte er in Sydney 2000 Olympia-Gold im Einzel. Heute ist der 44-Jährige Vizepräsident des russischen Tennisverbandes.

Federer und das Silbertablett

Das grösste Problem hat Kafelnikow mit Federer. Warum dieser langweilig ist, verriet er nicht, aber: «Um ihn gibt es keine heissen Storys», enerviert er sich, «wie in einer Schweizer Bank». Und überhaupt, als Schweizer sei diesem alles auf dem Silbertablett serviert worden. Es ist aber nicht nur das Männertennis, das Kafelnikow aufregt, es gibt auch eine Spielerin, die bei der Tirade bei Russia TV nicht sehr gut wegkommt.

Mit Maria Scharapowa ist dies ausgerechnet eine Landsfrau von Kafelnikow. Oder eben nicht. «Sie ist eine Person mit amerikanischem Pass, die in Amerika lebt und im amerikanischen Stil denkt», sagt er ehemalige Olympiasieger. Er habe einst mit Scharapowa trainiert und ihr Rackets geliehen. Dass die Russin dann im jungen Alter in die USA auswanderte um Fuss zu fassen, habe ihn «angepisst».

Übrigens: Gegen den langweiligen Federer spielte Kafelnikow in seiner Karriere sechsmal und gewann davon vier Partien, beim letzten Duell war Sieger Federer 21. Gegen den ebenfalls langweiligen Djokovic und den noch langweiligeren Nadal spielte der Russe nie.

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