Federer freut sich auf das Duell mit Williams

Der Schweizer fühlt sich fit. Zum dritten Mal in Folge startet er mit Belinda Bencic am Hopman Cup in die Saison.

Der Plan für Australien ist klar, ungewiss ist aber, ob Roger Federer diese Saison auf Sand spielt.

Der Plan für Australien ist klar, ungewiss ist aber, ob Roger Federer diese Saison auf Sand spielt.

(Bild: Keystone)

René Stauffer@staffsky

Besinnliche Festtage sehen anders aus. Während Belinda Bencic am 27. Dezember erst den Flug Richtung Perth antrat, stürzte sich Roger Federer da bereits in erste PR-Aktivitäten für Westaustralien, zu dessen Werbebotschafter er geworden ist. Im Helikopter liess er sich zur Sehenswürdigkeit «The Pinnacles Desert» fliegen, dessen malerische Kalksteinsäulen ihn an eine Mondlandschaft erinnerten. Und hatte er vor zwölf Monaten Bekanntschaft mit einem Quokka-Kurzschwanzkänguru gemacht, so war es diesmal ein Lobster, den er in die Hand bekam, worauf das Schalentier gefährlich um sich schlug.

Zum dritten Mal in Folge beginnt Federer eine Saison am offiziellen Mixed-Turnier des internationalen Verbandes ITF, zum dritten Mal mit Bencic. 2017 verpasste das Duo den Final knapp, 2018 schlug es alle vier Gegner und sicherte sich den Titel. Und in beiden Jahren liess sich Federer drei Wochen später als Australian-Open-Champion feiern.

Längst hat er in Perth Heldenstatus erlangt – umso mehr, als Novak Djokovic und Rafael Nadal fehlen. «Ich hoffe, das Turnier wird für mich erneut zum Start in eine grossartige Saison; die letzten zwei Jahre verliefen ja ziemlich verrückt», erklärte Federer, hinter einer verspiegelten Sonnenbrille versteckt.

Das Rätsel um die Rückkehr auf Sand hält an

Das achttägige Turnier mit acht Zweierteams begann gestern – Federer hat heute Grossbritanniens Cameron Norrie 6:1 6:1 geschlagen. Am Silvestertag ist die Schweiz spielfrei, ehe sie am Neujahrstag im Schlagerspiel auf die USA und am 3. Januar auf Griechenland trifft, jeweils zur gleichen Zeit. Federer spielt der Reihe nach gegen Cameron Norrie (ATP 91), Frances Tiafoe (33) und Stefanos Tsitsipas (15). Bencic kämpft im Einzel und später mit Federer im Doppel gegen Katie Boulter (WTA 97), Serena Williams (16) und Maria Sakkari (41). Der Gruppensieger trifft auf die Nummer 1 der Poule A, in der Deutschland mit Alexander Zverev und Angelique Kerber favorisiert sind.

Gegenüber dem Schweizer Fernsehen erklärte Federer in Perth, dass er sich speziell auf die Doppelpartie gegen Serena Williams freue, gegen die er noch nie angetreten sei. «Auch die Leute hier freuen sich extrem. Diesen Match zwischen mir und ihr wird es nicht mehr geben.» Der Hopman Cup sei zwar nur ein Vorbereitungsturnier ohne ATP-Punkte und ein lockerer Auftakt, aber dennoch sehr wichtig, um die Saison mit guten Gefühlen zu beginnen.

Der Fokus in der Trainingsphase sei wie üblich auf seiner Fitness, Ausdauer und der Beinarbeit gelegen. «Nach einer solchen Phase fühlt man sich ganz einfach fit und bereit.» Entgegen seiner Ankündigung, sich früh für oder gegen Einsätze auf Sand zu entscheiden, ist Federers Saisonplan weiter unklar. Er und sein Team müssten alles nochmals durchdenken, sagte er. Irgendwann werde er dann auch überlegen, ob es für ihn auch ein Jahr 2020 auf der Tour gebe.

Neue Hitzeregeln fürs Australian Open

Beim Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, werden neue Regeln im Umgang mit der Hitze angewendet. Eine fünfstufige Wärmebelastungsskala («heat stress scale») wird als Massstab für zusätzliche Pausen oder Spielunterbrüche hinzugezogen. 2018 kletterten die Temperaturen im Melbourne Park auf über 40 Grad. Vor kurzem war bereits die Einführung eines Tiebreaks im Entscheidungssatz beschlossen worden.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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