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«Er war einfach zu gut für mich»

Andy Murray verteilte nach seiner Viertelfinalniederlage gegen Stanislas Wawrinka am US Open grosse Komplimente an den Sieger.

Das muss ein harter Tag gewesen sein für Sie. Was war los? Wawrinka hat grossartig gespielt. Das Game bei 4:5 im ersten Satz war sicher sehr wichtig. Ich hatte ein paar Chancen, um es zu gewinnen, beging aber einige Fehler. Aber wenn man sich vor Augen führt, dass ich mir keine einzige Breakchance erarbeiten konnte, muss man nicht gross diskutieren. Er servierte gut, wagte etwas, traf mit seinen Schlägen immer wieder die Linien. Er war einfach zu gut heute.

Sie schienen sich schon das ganze Turnier über nicht so richtig wohl zu fühlen. Woran lag das? Wenn es so windig ist, braucht jeder etwas Zeit, um sein Spiel zu finden. Aber ich finde nicht, dass ich schlecht gespielt habe. Ich schaffte es immerhin in den Viertelfinal, das ist nicht einfach.

Hatten Sie Mühe, nach Wimbledon die Motivation wieder zu finden? So drastisch würde ich das nicht formulieren. Aber es ist normal, dass ich Zeit brauchte, um den Wimbledon-Sieg zu verdauen, dass ich danach nicht gleich wieder 110-prozentig motiviert war, um auf den Trainingsplatz zurückzukehren. Aber ich habe seitdem viel trainiert und auch ziemlich viele Matches gespielt. An der Vorbereitung lag es sicher nicht.

Gab es etwas, womit Wawrinka Sie überrascht hat? Zu Beginn spielte er ein paar Mal Serve-and-Volley, und das tat er auch bei einigen wichtigen Punkten, bei 30:30 oder Deuce. Aber ansonsten hat er den Ball einfach sehr gut getroffen. Das machte es mir schwer, die Punkte zu diktieren. Ich war oft daran, mich zu verteidigen.

Sie waren zuletzt sehr konstant an Grand Slams. Sind Sie deshalb noch enttäuschter? Es ist wohl etwas viel verlangt, dass ich an jedem Major den Final erreiche oder gewinne. Die Konkurrenz ist hart. In den letzten zwei, drei Jahren habe ich an den Slams mein bestes Tennis gespielt. Dass ich heute in drei Sätzen verlor, ist enttäuschend. Aber ich kann mich nicht beklagen. Wenn mir jemand gesagt hätte, ich würde am US Open als Titelverteidiger antreten, als Wimbledon- und Olympiasieger, ich hätte sofort eingeschlagen.

Kann Wawrinka den Titel gewinnen? Es ist schwierig, ein Grand Slam zu gewinnen. Ich musste zuerst ein paar Halbfinals und Finals spielen, bis es mir gelang. Aber in ein paar Tagen wissen wir mehr. (Aufgezeichnet: Simon Graf)

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