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«Dieses andere, dieses wahre Glück ist es, was mich interessiert»

In einem Interview mit dem «Corriere della Sera» mit dem Titel «Nadal, das Tennis ist nicht alles: Frag mich, ob ich glücklich bin» sprach Rafael Nadal auch über sein Verhältnis zu Roger Federer.

Stephan Roth
Vor Monte Carlo hat Rafael Nadal bei 13 Versuchen kein Turnier mehr für sich entscheiden können.
Vor Monte Carlo hat Rafael Nadal bei 13 Versuchen kein Turnier mehr für sich entscheiden können.
Rafael Nadal hadert beim Masters im Dezember 2009 in London mit seiner Leistung gegen Nikolai Dawydenko.
Rafael Nadal hadert beim Masters im Dezember 2009 in London mit seiner Leistung gegen Nikolai Dawydenko.
Rafael Nadal leidet bei der Niederlage gegen Novak Djokovic im Halbfinal in Paris-Bercy.
Rafael Nadal leidet bei der Niederlage gegen Novak Djokovic im Halbfinal in Paris-Bercy.
De Anfang der Krise: Von Verletzungsproblemen geschwächt Rafael Nadal verliert 2009 erstmals beim French Open und muss sich dem Schweden Robin Söderling geschlagen geben.
De Anfang der Krise: Von Verletzungsproblemen geschwächt Rafael Nadal verliert 2009 erstmals beim French Open und muss sich dem Schweden Robin Söderling geschlagen geben.
Starker Auftakt 2009: Rafael tröstet Roger Federer nach dem Sieg (7:5, 3:6, 6:7, 6:3, 6:2) im Final des Australian Open.
Starker Auftakt 2009: Rafael tröstet Roger Federer nach dem Sieg (7:5, 3:6, 6:7, 6:3, 6:2) im Final des Australian Open.
Rafael Nadal auf dem Weg zum Olympiasieg in Peking 2008.
Rafael Nadal auf dem Weg zum Olympiasieg in Peking 2008.
Rafael Nadal sinkt 2008 nach seinem Final-Sieg gegen Roger Federer auf den Rasen von Wimbledon.
Rafael Nadal sinkt 2008 nach seinem Final-Sieg gegen Roger Federer auf den Rasen von Wimbledon.
Rafael Nadal nimmt 2008 in Paris die Gratulation von Federer entgegen.
Rafael Nadal nimmt 2008 in Paris die Gratulation von Federer entgegen.
Rafael Nadal posiert 2007 mit der Trophäe des French Open.
Rafael Nadal posiert 2007 mit der Trophäe des French Open.
Rafael Nadal besiegt 2006 Roger Federer im Final von Paris.
Rafael Nadal besiegt 2006 Roger Federer im Final von Paris.
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Das Interview mit der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» beginnt mit einer direkten Eingangsfrage: «Rafa, vor zwölf Monaten waren Sie die Nummer 1 der Welt. Federer lag beim Psychiater auf der Couch. Jetzt sind die Seiten vertauscht. Roger läuft davon, Nadal rennt hinterher. Was ist das für ein Moment für Sie?» Der Spanier antwortete darauf ruhig: «Ich bin glücklich, mehr als es den Anschein macht. Ich spiele gut. Das Niveau meines Tennis ist wieder hoch. Es gibt noch Raum zur Steigerung, aber nur wenig. Es fehlt vielleicht noch ein wenig die Sicherheit. Physisch bin ich jetzt bei hundert Prozent.»

Seit 13 Turnieren und elf Monaten, in denen ihn Verletzungsprobleme plagten, hat Nadal keinen Turniersieg mehr feiern dürfen. Derzeit nimmt er beim Sandplatz-Turnier in Monte Carlo, wo er nach dem Holländer Thiemo de Bakker (6:1, 6:0) auch den Deutschen Michael Berrer (6:0, 6:1) vom Platz fegte, wieder einen Anlauf. «Ich bin nicht davon besessen, zu siegen», sagt die Nummer 3 der Weltrangliste. «Ich wäre beunruhigt, wenn es mir schlecht gehen oder ich schlecht spielen würde. Aber ich bin in Form. Der Sieg wird bald kommen, ich spüre es.»

«Ich bin nicht davon besessen, zu siegen»

Um zu demonstrieren, dass er und seine Bizeps auch im für ihn desaströsen Jahr 2009 nichts an Kraft verloren haben, denkt der sechsfache Grand-Slam-Turniersieger daran, in Zukunft wieder mit ärmellosen Trikots zu spielen.

Sein Wimbledon-Sieg 2008 sei der emotionalste Moment seiner Karriere gewesen, erklärte der Spanier. «Ich bin gesund, habe Freunde und eine schöne Familie. Ich habe in meinem Leben schon viel mehr als ich mir erträumt habe. Ich bin glücklich. Und zu siegen, ändert nichts. In Paris oder Wimbledon zu gewinnen, gibt eine momentane Freude. Dieses andere, dieses wahre Glück ist es, was mich interessiert.»

Die Freude an Federers Sieg beim French Open

Auf die Frage, was er aus der Rivalität mit Roger Federer gelernt habe, sagte Nadal: «Für mich ist es grundlegend, jemanden vor mir zu haben, der derart stark und talentiert ist. Roger ist ein viel kompletterer Tennisspieler als ich: Um ihn zu schlagen, musste ich mich verbessern, die Latte für mein Tennis höher legen, das Beste herausholen. Dabei hilft er mir.»

Über das Verhältnis zu seinem Schweizer Rivalen sagte der 23-jährige Mallorquiner: «Ich habe seine Handy-Nummer, wir kennen uns seit vielen Jahren. Wir senden uns Gratulationen, Glückwünsche und Komplimente. Es ist ein herzliches, respektvolles Verhältnis. Als er 2009 in Paris gewann, habe ich ihm ein SMS geschrieben: Ich war wirklich glücklich, weil er es verdient hatte.»

Der heisse Flirt im Shakira-Video

Auch auf seinen heissen Auftritt im Video der kolumbianischen Sängerin Shakira («Gipsy») wurde Rafael Nadal, der mit Francisca («Sie ist unabhängig und das gefällt mir») liiert ist, angesprochen. «Es hat mir Spass gemacht», antwortete die ehemalige Nummer 1 der Welt. Shakira ist stark. Ich habe sie in Miami kennen gelernt und habe sie danach zufällig in einem Restaurant in New York wieder getroffen», antwortete er unschuldig. Nadal scheint tatsächlich auch ohne zu siegen, ein glückliches Leben zu führen.

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