Diese Spieler-Frauen sind beim Spenden knauserig

21 Partnerinnen von Tennisprofis treffen sich an einem Benefiz-Anlass. Sie sollen Geld für eine Stiftung spenden, bringen aber nur 1200 Dollar zusammen – und ernten nun Spott.

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Sie wollten Gutes tun, doch der Schuss ging gehörig hinten raus. Kelsey Anderson, die Ehefrau von Tennisprofi Kevin Anderson (ATP 5), organisierte in New York eine Benefiz-Veranstaltung. 20 Gattinnen und Freundinnen anderer ATP-Spieler fanden sich beim sogenannten «Fundraiser» ein, wo Spendengelder für die «Women's Sports Foundation» zusammenkommen sollen.

Die Frauen geniessen auf einer Terasse des Hotels HGU New York offenbar einen gemütlichen Abend und lassen es sich gut gehen. Diesen Eindruck erweckt jedenfalls das Gruppenbild, das die Amerikanerin auf Twitter stellte. Dabei verwies Kelsey Anderson darauf, dass 1200 Dollar (umgerechnet rund 1175 Franken) gesammelt wurden. Daraus ergibt sich ein Durchschnitt von nur rund 57 Dollar pro Teilnehmerin. Darob rieben sich ihre über 6700 Follower und auch viele andere wohl die Augen.

Wenig spenden, viel nach Hause nehmen

Nein, die 31-Jährige hat bei ihrem abgesetzten Tweet nicht eine oder gar eine zweite Null vergessen. Die 21 Frauen waren tatsächlich derart geizig, obwohl ihre Liebsten zum Teil stolze Saläre nach Hause bringen. Denn Kelsey Anderson konnte mit Gossage Chardy (Gemahlin von Jeremy Chardy, ATP 46), Kim Ebden (Gattin von Matthew Ebden, ATP 54) und Raquel Fritz (Frau von Taylor Fritz, ATP 74) drei Angetraute von Spielern begrüssen, die zu den Top 100 der Welt zählen.

Doch damit nicht genug: Die Teilnehmerinnen des Benefiz-Events erhielten je eine Geschenk-Tasche, die prall gefüllt mit Produkten bekannter Firmen – darunter Dunlop, Voss Water oder Sugarpova (das Süssigkeiten-Unternehmen von Maria Scharapowa) – war. Deren Gesamtwert dürfte höher gewesen sein als es die mickrigen Spendeneinnahmen waren. Paradoxerweise stellte Anderson noch ein Foto auf Twitter, worauf neben einer Dankeskarte an die Sponsoren das kleine «Spendenkässeli» zu sehen ist. Im durchsichtigen Kubus liegen nur 22 Dollar.

«Würde Mirka in ihrer Handtasche fischen...»

Wer sich in schicken Kleidern sowie mit Handtaschen – die bestimmt einiges gekostet haben – in einem Viersterne-Hotel an einem Benefiz-Anlass zeigt und dann derart knausrig gibt, muss mit nachträglichem Hohn leben. In den sozialen Medien erfolgten die Reaktionen prompt und fielen teils heftig aus. Eine Userin gibt zum Twitter-Eintrag von Kelsey Anderson zu bedenken: «Eure Anstrengung ist grossartig, aber... 1200 Dollar? Vielleicht können Mirka (Federer) oder Jelena (Djokovic) kurz in ihren Vuitton-Handtaschen nach Wechselgeld fischen, da sollte mehr dabei rauskommen.»

Apropos Mirka Federer: Erst im Juli betonte Kelsey Anderson in einem Interview mit SRF, dass Mirka eine riesige Inspiration für sie sei. In gewissen Bereichen darf sich die Amerikanerin aber noch mehr von der Schweizerin inspirieren lassen.

ddu

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