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Die Rekonstruktion des Monsters Federer

Roger Federer hat gegen Novak Djokovic nicht nur einen sportlichen Sieg errungen, sondern auch einen Triumph über die Pessimisten, die voreilig seinen Niedergang herbeiredeten.

Alexander Kühn
Stolzer Sieger: Endlich hat Roger Federer wieder einmal gegen Novak Djokovic gewonnen.
Stolzer Sieger: Endlich hat Roger Federer wieder einmal gegen Novak Djokovic gewonnen.
AFP
Abgekämpft: Djokovic verlässt den Centre Court.
Abgekämpft: Djokovic verlässt den Centre Court.
Keystone
Sieg in vier Sätzen: Federer hat es Djokovic gezeigt.
Sieg in vier Sätzen: Federer hat es Djokovic gezeigt.
Reuters
Handshake nach dem Spiel: Federer und Djokovic demonstrieren gegenseitige Achtung.
Handshake nach dem Spiel: Federer und Djokovic demonstrieren gegenseitige Achtung.
Keystone
Hoch in der Luft: Federer beim Smash.
Hoch in der Luft: Federer beim Smash.
Keystone
Die Siegerfaust: Federer gibt seiner Freude Ausdruck.
Die Siegerfaust: Federer gibt seiner Freude Ausdruck.
Keystone
Eine Szene mit Symbolcharakter: Djokovic rutscht am Netz aus...
Eine Szene mit Symbolcharakter: Djokovic rutscht am Netz aus...
Keystone
...und landet auf dem Hosenboden.
...und landet auf dem Hosenboden.
Keystone
Kämpferisch: Djokovic im für ihn erfolgreichen zweiten Satz.
Kämpferisch: Djokovic im für ihn erfolgreichen zweiten Satz.
Keystone
Prominenter Gast: Rod Laver, legendärer Grand-Slam-Gewinner aus Australien.
Prominenter Gast: Rod Laver, legendärer Grand-Slam-Gewinner aus Australien.
Keystone
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Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass Roger Federer in Wimbledon nach einer 2:0-Satzführung gegen Jo-Wilfried Tsonga noch den Halbfinal-Einzug verspielte. Es war eine Niederlage, die ein Heer von Skeptikern auf den Plan rief – und sie schrieben Federer mit einer noch nie dagewesenen Vehemenz ab. Er sei zu alt, zu satt und als Vater von Zwillingen nicht mehr bereit, alles ins Tennis zu investieren, hiess es. Nun hat der Baselbieter, der am Sonntag seinen siebten Titel im All England Club gewinnen kann, gezeigt, dass die Grabesreden auf seine Tenniskünste respektlos und verfrüht waren. Es ist so, wie es Boris Becker vor dem kapitalen Duell mit Novak Djokovic sagte: Federer mag nicht mehr der dominante Spieler der Vergangenheit sein, aber wenn bei ihm alles zusammenpasst, kann er noch immer jeden schlagen. Auch den in den letzten eineinhalb Jahren über weite Strecken unwiderstehlich scheinenden Djokovic.

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