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Blakes Plädoyer für Federer

Der Amerikaner, der beim 4. Anlauf in Basel erstmals die Viertelfinals erreichte, ist ein grosser Anhänger des 13-fachen Grand-Slam-Siegers.

Respekt: James Blake nimmt in Peking die Gratulation von Roger Federer entgegen.
Respekt: James Blake nimmt in Peking die Gratulation von Roger Federer entgegen.
Keystone

In einem flammenden Monolog kritisierte James Blake (ATP 11) am späten Mittwoch in Basel in einem Interview die seiner Meinung nach oft übertriebene Kritik an Roger Federer im Jahr 2008. «Vieles, was gesagt und geschrieben wurde, war unfair, und deshalb war ich froh, dass er das US Open gewann. Viele sprachen von einem schlechten Jahr - dabei kenne ich tausend Spieler, die für ein solches Jahr töten würden.» Für den Amerikaner, der Federers Traum vom Einzelgold in Peking beendet hatte, war klar, dass der Schweizer zurückkommen würde: «Er hat so viel Talent.»

Viele Spieler seien seiner Meinung, weiss Blake, der gestern gegen Oscar Hernandez wie zuvor gegen Nicolas Kiefer einen Satzrückstand in den Sieg verwandelte. «Wir alle sehen, was er alles durchmacht, welche Schwierigkeiten er meistern musste. Es ist nicht einfach, die Zielscheibe aller zu sein - weder im eigenen Klub, im eigenen Land und schon gar nicht in der ganzen Welt.» Dabei habe Federer nie die Kontrolle verloren, sei nie ausfällig oder unfair geworden, sondern immer nett und fair geblieben. «Das zeugt von wahrer Klasse.»

Schlange stehen nach dem Rekord

2009 oder 2010 werde der 13-fache Grand-Slam-Sieger den Rekord von Pete Sampras (14) wahrscheinlich brechen, vermutet Blake. Allerdings werde es nicht einfacher, diese Turniere zu gewinnen. «Es gibt wieder mehr Spieler, die das Potenzial haben, solche Titel zu holen - neben ihm, Nadal und Djokovic auch Leute wie Murray, Gulbis oder Del Potro.» Er glaubt aber, dass Federer einst als grösster Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. «Und wenn er den Rekord von Pete bricht, stehe ich in der Schlange, um zu gratulieren».

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