Zum Hauptinhalt springen

Auch Djokovic lästert über den Davis-Cup

Klassenprimus Novak Djokovic fordert eine Reform des Davis-Cup-Formats. Damit schliesst er sich der Meinung von berühmten Berufskollegen an.

Neues Format erwünscht: Novak Djokovic liefert Vorschläge für eine Davis-Cup-Reform.
Neues Format erwünscht: Novak Djokovic liefert Vorschläge für eine Davis-Cup-Reform.
Keystone

Wie zuvor Roger Federer, Stan Wawrinka und Rafael Nadal auch äusserte sich Novak Djokovic beim ATP-Masters-Turnier in Miami kritisch zum Davis-Cup. Die Nummer 1 im Ranking begründet ihre Kritik damit, dass die Belastungen besonders für die Spitzenspieler mit den mehrfachen Reisestrapazen und dem Verletzungsrisiko durch kurzfristige Umstellungen auf die jeweiligen Bodenbeläge zu gross seien.

Djokovic kritisierte nicht nur, er machte auch gleich einen Vorschlag. «Ich denke, das Format sollte geändert werden. Warum denkt man nicht über eine Veranstaltung über zwei Wochen jährlich oder sogar nur alle zwei Jahre nach, bei der die 16 Mannschaften der Weltgruppe in vier Vierergruppen an vier verschiedenen Austragungsorten spielen? Am Ende könnte noch ein Final-Four-Turnier stattfinden», erläuterte der Serbe seine Vorstellungen.

Nicht zumutbar

Der Weltranglistenerste meinte, dass den Topspielern der Tour bis zu vier Einsätze jährlich nicht mehr weiter zuzumuten seien. «Es finden Spiele unmittelbar nach Wimbledon oder auch nach den Australian Open und den US Open statt. Wenn man bei diesen Turnieren das Finale spielt, muss man bei der Rückkehr nach Europa innerhalb von zwei oder drei Tagen die Zeitumstellung verkraften und sich überdies von einem auf den anderen Belag einstellen. Damit setzt man seinen Körper einem Verletzungsrisiko aus», erklärte Djokovic. Ein Beispiel gefällig? Für das Viertelfinal-Duell von Serbien im Davis-Cup Mitte Juli muss der Belgrader kurz nach Wimbledon nach Argentinien reisen.

Grundsätzlich ist der Schützling von Boris Becker aber nicht negativ gegenüber dem Davis-Cup eingestellt. «Der Wettbewerb sollte aber für die besten Spieler attraktiv bleiben, denn wir wollen ja für unsere Länder bei Olympia oder eben im Davis-Cup spielen. Aber das kann nicht mehr so häufig sein», mahnte der 27-Jährige.

sid/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch