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«Am meisten stört mich die drohende Massenüberwachung»

Weil er verbotenerweise vom Nachrichtendienst fichiert wurde, hegt Balthasar Glättli grosses Misstrauen gegenüber dem Nachrichtendienst. Der Fraktionschef der Grünen lehnt das neue Gesetz deshalb ab und möchte lieber die Polizei stärken.

Er will nicht zum gläsernen Bürger werden: Balthasar Glättli, Zürcher Nationalrat und Fraktionschef der Grünen.
Er will nicht zum gläsernen Bürger werden: Balthasar Glättli, Zürcher Nationalrat und Fraktionschef der Grünen.
Silvan Fessler / Ex-Press

Herr Glättli, sind Sie selber schon fichiert oder überwacht worden?Balthasar Glättli: Für die klassische Fichenaffäre bin ich mit Jahrgang 1972 etwas zu jung. Ich gehöre aber zusammen mit sechs Basler Politikern und einem WOZ-Journalisten zu den wenigen Personen, von denen man weiss, dass sie Jahre später widerrechtlich fichiert wurden. Der eidgenössische Datenschützer hat im Jahr 2008 ausnahmsweise summarisch über unsere Fichen öffentlich Auskunft gegeben. Wegen dieses Falles fand die Geschäftsprüfungskommission dann heraus, dass wieder über 200'000 Personen fichiert worden waren. Diese Erfahrung hat mein Vertrauen in den Nachrichtendienst erschüttert.

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