Der Finaltag – für Dählhölzli ein gebrauchter Tag

Nach zwei Meistertiteln in der Kategorie 45+ endet die Erfolgsserie der Männer des TC Dählhölzli in Burgdorf. Dafür reüssieren die Frauen aus Meiringen zum ersten Mal.

Kurzeinsatz für Christoph Back.

Kurzeinsatz für Christoph Back. Bild: Marcel Bieri

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Just als die Sonne am höchsten stand, erreichte der TC Dählhölzli den Tiefpunkt. Es war Samstagmittag in Burgdorf und der Vergleich zwischen den Bernern und Chiasso am zentralen Interclub-Finaltag in der Kategorie 45+ soeben entschieden. 4 der 5 Einzelpartien gingen verloren, auf die Doppel wurde verzichtet.

Und so mussten Teamcaptain Luc Estermann und seine Mitspieler für einmal mit Rang zwei vorliebnehmen. Estermann zeigte sich enttäuscht, er blickte durch die Sonnenbrille und sagte: «Ich habe mir mehr erhofft. Wir wollten unbedingt den dritten Sieg in Folge holen.» Und: «Vieles lief gegen uns.»

16 siegreiche Partien in Folge

In den letzten 2 Jahren hatten die Berner in erwähnter Kategorie den Meistertitel geholt, 2015 Lugano und 2016 Uster geschlagen. Nach nunmehr 16 siegreichen Begegnungen de suite in der NLA 45+ fand Dählhölzli in Chiasso buchstäblich den Meister; in jenem Chiasso, welches in der Gruppenphase noch 4:3 bezwungen worden war.

Damals kam mit Terry Deeth einer der besten Seniorenspieler zum Einsatz. Der 49 Jahre alte Australier steht im Ranking des Internationalen Tennisverbands an dritter Stelle (Kategorie 45+). Er hatte im Halbfinal gegen Montreux Jakob Hlasek keine Chance gelassen (6:2, 6:1), war aber in Burgdorf nicht dabei, weil er im österreichischen Pörtschach ein Turnier spielte.

So rückte der Deutsche Christoph Back an die erste Position, immerhin zweifacher Europameister (40+ und 45+). Doch Back war wegen einer Magenverstimmung nicht bei Kräften und musste gegen den Italiener Massimiliano Dotti früh aufgeben. Auch die restlichen Dählhölzli-Akteure erreichten mit Ausnahme des siegreichen Pablo Minutella ihr Rendement nicht.

Einige verloren nicht nur das Spiel, sondern auch die Contenance. Der Luxemburger Adrian Graimprey etwa – immerhin mit Erfahrung auf der ATP-Tour im Palmarès – musste in seinem Einzel vom Oberschiedsrichter gleich dreimal zur Räson gebracht werden. «Es haben sich nicht alle so aufgeführt, wie es sich gehört», sagte Estermann.

Der Captain und Clubpräsident von Dählhölzli hatte jahrelang versucht, ein NLA-Team bei den Aktiven auf die Beine zu stellen. In der Folge fokussierte Estermann in seiner Altersklasse auf ein Spitzenteam (45+). Der Effort ist auf Stufe Senioren erstaunlich: Diese Saison kamen zehn Spieler zum Einsatz, im Kader stehen auch vier Ausländer. Estermann sagte: «Es sind nicht irgendwelche Spieler. Jeder hat einen Bezug zum Team.»

Ein Antrittsgeld zahle er nicht, die Spieler würden Spesen erhalten. Die Kosten inklusive der Flüge belaufen sich auf rund 3000 Franken. «Das ist ein überschaubares Budget.» Wie die Mannschaft nächstes Jahr aussehen wird, konnte Estermann im ersten Moment der Enttäuschung nicht sagen. «Vielleicht wird das Team aufgelöst, vielleicht fahren wir weiter. Ich weiss es noch nicht.»

Premiere für Oberländerinnen

Der zentrale Interclub-Finaltag endete nicht für alle Berner Equipen mit einer Enttäuschung. Bei den Frauen war der TC Alpenregion aus Meiringen gleich in zwei Kategorien im Titelkampf vertreten: Die Auswahl 40+ unterlag Uster 1:4, einzig Teamleaderin Petra Mischler (R2) blieb siegreich.

Dafür reüssierten die Berner Oberländerinnen auf Stufe 50+. Das Team von Captain Margrit Bühlmann (R3) holte gegen Drizia Genf (4:2) den Schweizer-Meister-Titel. Die Basis legten die Meiringerinnen mit drei Einzelerfolgen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.06.2017, 21:02 Uhr

BTM in Burgdorf

Eigentlich müsste zurzeit an den Berner Tennismeisterschaften gespielt werden. Der Traditionsanlass hat 82-mal stattgefunden; meistens wurden die Siegerinnen und Sieger im Juni ermittelt. Dieses Jahr aber hat sich in Bern kein Veranstalter finden lassen. Zu stark unterscheiden sich die finanziellen Vorstellungen der Stadtclubs von jenen des Regionalverbands.

Nun konnte eine Lösung fixiert, die Absage somit umgangen werden: Die BTM werden dieses Jahr vom TC Burgdorf organisiert; «im etwas kleineren Rahmen, dafür mit Emmentaler Charme», wie TCB-Präsident Daniel Sollberger sagt. Rund 14 Tableaus sollen es sein. Gespielt wird vom 3. bis 10. September auf den neun Plätzen der Tennisanlage ­Lindenfeld.

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