Bartoli erste Finalistin in Wimbledon

Die Französin Marion Bartoli stürmt in Wimbledon zum zweiten Mal nach 2007 ins Endspiel. Ihre seltsamen Trainingsmethoden wirken ganz offenbar.

Unbeirrbar: Marion Bartoli gibt im Halbfinal gegen Kirsten Flipkens nur drei Games ab.

Unbeirrbar: Marion Bartoli gibt im Halbfinal gegen Kirsten Flipkens nur drei Games ab.

(Bild: Keystone)

Nur etwas mehr als eine Stunde dauerte der ersten Frauen-Halbfinal von Wimbledon zwischen der Französin Marion Bartoli und der Belgierin Kirsten Flipkens. Er brachte einen glasklaren 6:1, 6:2-Sieg für Bartoli, die in der Tennisszene wegen ihres seltsamen Aufschlags bisweilen belächelt wird.

Was Flipkens auch versuchte, Bartoli hatte mit ihrer unorthodoxen Spielweise fast immer eine Antwort bereit und dominierte das Geschehen nach Belieben. Die Französin, die am Montag in die Top 10 zurückkehren wird, ist auch nach sechs Partien an den All England Championships noch ohne Satzverlust. Flipkens war angeschlagen. «Es muss hart sein, in einem Wimbledon-Halbfinal verletzt zu sein», sagte Bartoli. «Sie verdient allen Respekt.»

Vor dem Match hatte der schwedische Ex-Profi Jonas Björkman ein Video auf der Social-Media-Plattform Instagram gepostet, das zeigt, wie sich Bartoli im Training von einem knienden Helfer Bälle zuwerfen lässt und diese im Stil eines Baseballspielers über das Netz befördert. Auch dies eine etwas grotesk anmutende Praxis. Im Endspiel bekommt es Bartoli mit Serena Williams' Bezwingerin Sabine Lisicki aus Deutschland zu tun.

ak

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