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Die Chancen der Abfahrts-Asse in Prozent

Wer einen Monatslohn auf Gold für Carlo Janka in der heutigen WM-Abfahrt wettet, muss im Erfolgsfall dreieinhalb Jahre nicht mehr arbeiten. Zahlenspielereien vor dem grossen Rennen.

Trotz seiner Schulterblessur ist Kjetil Jansrud in den Augen der Wettanbieter der grosse Favorit auf den WM-Titel in der Abfahrt. Der Norweger, überragender Speedfahrer des Winters, wird mit einer Quote von 2,75:1 geführt. Das ergibt umgerechnet eine Erfolgschance von 36,36 Prozent.
Trotz seiner Schulterblessur ist Kjetil Jansrud in den Augen der Wettanbieter der grosse Favorit auf den WM-Titel in der Abfahrt. Der Norweger, überragender Speedfahrer des Winters, wird mit einer Quote von 2,75:1 geführt. Das ergibt umgerechnet eine Erfolgschance von 36,36 Prozent.
Keystone
Er hat schon einmal Gold. Warum also nicht zweimal? Hannes Reichelt, Super-G-Weltmeister und Lauberhorn-Sieger 2015, ist die Nummer 2 auf der Liste der aussichtsreichsten Titelkandidaten. Quote 6:1 – oder anders ausgedrückt: 16,66 Prozent Goldchancen.
Er hat schon einmal Gold. Warum also nicht zweimal? Hannes Reichelt, Super-G-Weltmeister und Lauberhorn-Sieger 2015, ist die Nummer 2 auf der Liste der aussichtsreichsten Titelkandidaten. Quote 6:1 – oder anders ausgedrückt: 16,66 Prozent Goldchancen.
Keystone
Didier Défago schaffte es im Super-G als einziger Schweizer in die Top 10. Doch Rang 7 war auch nicht, was sich der Waliser erhofft hatte. Besonders ärgerlich war, dass ihm zu Bronze nur 15 Hundertstel fehlten. Quote 50:1 (2 Prozent).
Didier Défago schaffte es im Super-G als einziger Schweizer in die Top 10. Doch Rang 7 war auch nicht, was sich der Waliser erhofft hatte. Besonders ärgerlich war, dass ihm zu Bronze nur 15 Hundertstel fehlten. Quote 50:1 (2 Prozent).
Keystone
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Die Athleten von Swiss-Ski sind nach den mässigen Trainingsresultaten nur Aussenseiter in der heutigen WM-Abfahrt (Favoriten-Hitliste in der Bildstrecke oben). Beat Feuz war in den bisherigen sechs Weltcup-Abfahrten des Winters noch der beständigste Schweizer. Sich als Teamleader zu sehen, liegt ihm gleichwohl fern. Carlo Janka hat in Beaver Creek schon Historisches vollbracht, als er im Dezember 2009 innerhalb von drei Tagen Super-Kombination, Abfahrt und Riesenslalom für sich entschied, Patrick Küng fühlt sich auf dieser Piste ebenfalls wohl.

Die Bedingungen in Beaver Creek sagen allerdings auch Feuz zu. Auf der Birds-of-Prey-Piste hat er sich im vergangenen Winter als Sechster in seinem erst dritten Weltcup-Rennen nach den durch die Knieprobleme bewirkten rund 20 Monaten Pause in der Weltelite zurückgemeldet. Auf der selben Piste hat er als Zweiter bei der WM-Hauptprobe vor knapp zwei Monaten nicht nur sich selber überrascht. Die Form stimmt nach wie vor. Das Erfolgsrezept für heute Samstag hat sich Feuz, der mit der Nummer 15 ins Rennen geht, längst verinnerlicht. Auf der auf die WM 1999 hin erbauten Strecke ist exaktes Fahren gefragt.

Für Janka, der in vier Disziplinen antritt, stellt die Abfahrt den zweiten Punkt eines Mammutprogramms dar. Ginge es nach den Wünschen des Obersaxers, dürften auf der Birds of Prey noch schwierigere, selektivere Verhältnisse herrschen. Er hofft, dass sich die Piste heute in härterem Zustand als noch im Super-G präsentieren wird. Mit der Nummer 3 ist Janka der erste Schweizer, der ins Rennen gehen wird.

Neben Feuz und Janka, die nach ihren Podestplätzen im Weltcup einen fixen Startplatz zugesprochen erhielten, kamen als Nummern 3 und 4 im Schweizer Aufgebot für die Abfahrt Didier Défago, Patrick Küng und Silvan Zurbriggen infrage. Die Entscheidung um die verbleibenden zwei Plätze fiel im zweiten Training gestern Abend zugunsten von Küng (Startnummer 19) und Défago (Startnummer 23).

Erster Favorit auf den Titel ist der Norweger Kjetil Jansrud (Startnummer 18), der sich im Abschlusstraining mit Rang 2 von seinem Missgeschick im Super-G, als er mit einem Tor kollidiert war, gut erholt zeigte, auch wenn er mit Schmerzen in der Schulter fuhr. Jansrud war bereits im ersten Training der Schnellste gewesen, hatte im Dezember die WM-Hauptprobe in Beaver Creek für sich entschieden und weist im Weltcup eine Sieg-Quote von 50 Prozent aus. Er gewann drei der bisherigen sechs Abfahrten des Winters.

Dem Kreis der Medaillenkandidaten gehören weiter unter anderen der Italiener Dominik Paris oder der neue Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt und dessen österreichischer Landsmann Matthias Mayer an. Nicht wenige trauen auch Aksel Svindal bereits wieder Grosses zu - ungeachtet dessen, dass Jansruds Teamkollege und Kumpel zwei Tage zuvor sein erstes Rennen seit dem im vergangenen Oktober erlittenen Achillessehnenriss bestritten hat. Mit Rang 6 im Super-G hat Svindal jedenfalls angedeutet, wozu er bereits wieder fähig ist.

Nicht am Start ist der Franzose Brice Roger, der am Freitag im zweiten Training der Schnellste gewesen war. Für den 24-Jährigen gibt es im französischen Abfahrtsteam keinen Platz.

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