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Sichtung des erweiterten Kaders in Linz im Vordergrund

Das Schweizer Handball-Nationalteam ist im heute beginnenden Vierländer-Turnier in Linz klarer Aussenseiter. Für Coach Goran Perkovac steht in Österreich die Sichtung des erweiterten Kaders im Vordergrund.

Weil die SHV-Auswahl die Endrunde abermals verpasst und in der Schlussphase der Qualifikation gar mehrfach schwer enttäuscht hat, ist sie im Land des EM-Ausrichters nur ein Sparringpartner - ein Team, das sich zum Fortschritt tasten muss. Mehr ist von der Equipe derzeit kaum zu erwarten.

In der Analyse der ungenügenden Leistungen in der EM-Ausscheidung kam Perkovac zum Schluss, dem Team "Frischluft" zuführen zu müssen. "Mittelfristig führt der Weg über die Verjüngung. Die Erfahrung half uns zuletzt ja auch wenig", hat Perkovac erkannt. Mit den jugendlichen Kandidaten führte der Nationalcoach in den vergangenen Monaten längere Gespräche.

Für die Spiele in Linz gegen Österreich, die Ukraine und Slowenien hat Perkovac mit Tobias Baumgartner (Bern Muri/18), Florian Göpfert (RTV Basel/21), Andrija Pendic (Endingen/22) und Severin Ramseier (Suhr Aarau/20) vier Spieler ohne Länderspielerfahrung aufgeboten. Sie werden debütieren und können sich beim Coach für den zweiten Teil der WM-Vorbereitung empfehlen. "Ich werde ihnen eine Chance geben."

Den Ernstfall will Perkovac in den kommenden Tagen nicht simulieren. Das WM-Ausscheidungs-Turnier auf Zypern (mit Weissrussland, den Färöern und Zypern) von Mitte Januar rückt erst Ende Jahr in den Mittelpunkt der Personalplanung. Perkovac misst der Kadersichtung mehr Bedeutung zu als den Ergebnissen.

Bis Sonntag hat die Schweiz mit harten Duellen zu rechnen. Der EM-Gastgeber Österreich, den die Schweizer in 41 Spielen 30-mal besiegt haben, ist nach zahlreichen Trainings-Efforts in Form. Die Slowenen zählen mit ihrer aktuellen Stamm-Sieben zur erweiterten europäischen Spitze. Uros Zorman und Ales Pajovic, beide beim Champions-League-Sieger Ciudad Real engagiert, sind gar der Weltklasse zuzuordnen. Und gegen die Ukraine, die nur eine der letzten fünf Europameisterschaften verpasst hat, bezogen die Schweizer schon manche bittere und hohe Niederlage.

Schweizer Programm in Linz. Heute, 18 Uhr: Schweiz - Ukraine. - Morgen, 20.20 Uhr: Österreich - Schweiz. - Sonntag, 1. November, 14.30 Uhr: Schweiz - Slowenien.

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