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Basel zieht glanzlos ins Champions-League-Playoff ein

Der FCB schlägt Posen im Rückspiel 1:0 und steht dank einem Gesamtskore von 4:1 vor der letzten Hürde zur Königsklasse.

Der Schlusspunkt: Birkir Bjarnason freut sich über seinen 1:0-Siegtreffer in der Nachspielzeit.
Der Schlusspunkt: Birkir Bjarnason freut sich über seinen 1:0-Siegtreffer in der Nachspielzeit.
Georgios Kefalas, Keystone
Musste unten durch: Die Basler Sturmspitze Marc Janko (r.) blieb wirkungslos.
Musste unten durch: Die Basler Sturmspitze Marc Janko (r.) blieb wirkungslos.
Georgios Kefalas, Keystone
Zahlreich in Basel erschienen: Die Unterstützung der Posen-Fans wäre der europäischen Königsklasse würdig.
Zahlreich in Basel erschienen: Die Unterstützung der Posen-Fans wäre der europäischen Königsklasse würdig.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Am Schluss brandete doch noch Torjubel auf im St.-Jakob-Park. In der 91. Minute verwertete der Isländer Birkir Bjarnason per Kopf eine herrliche Flanke von Davide Callà. Der Blondschopf sorgte dafür, dass der FCB auch in seinem fünften Pflichtspiel in dieser Saison als Sieger vom Feld ging. Der Treffer entschädigte das Basler Publikum für eine eher mässige Darbietung seiner Equipe.

Der Basler Einzug in die Playoffs der Champions-League-Qualifikation geriet in den zweiten 90 Minuten gegen den polnischen Meister nie ernsthaft in Gefahr. Mit dem 3:1-Polster aus dem Hinspiel war das Team von Trainer Urs Fischer stets auf der sicheren Seite.

Ein Basler war der stärkste Pole

Eine Gala war es aber ganz und gar nicht, was die Rot-Blauen ablieferten. Sie hatten den Gegner zwar lange unter Kontrolle, schafften es aber nicht, das Zepter an sich zu reissen. Dominanz konnten die Basler nie erzeugen. Phasenweise waren sie etwas gar passiv, was das gut organisierte Lech Posen prompt dazu nutzte, ein paar gefällige Kombinationen vorzutragen.

Das Glück für den FCB war, dass den Polen die Qualität im Abschluss fehlte. Mit mehr Präzision hätten sie mehr als ein Tor erzielen können. Doch ihnen fehlte ein kaltblütiger Goalgetter. So war Posen weit davon entfernt von den drei Treffern, das es im Minimum benötigt hätte, um noch Optionen auf das Weiterkommen zu haben. Eine der besten Tormöglichkeiten von Lech besass der von Basel ausgeliehene Darko Jevtic. Der Mittelfeldspieler, der diesmal in der Startformation stand, konnte nach einer Stunde aus guter Position abziehen, der Ball landete jedoch nicht im Netz, sondern am Kopf von FCB-Innenverteidiger Marek Suchy.

In der Auslosung gesetzt

Die Basler Chancen waren an einer Hand abzuzählen, die Gastgeberspulten ohne Glanz ein Pflichtprogramm ab. Aufgrund der Ausgangslage nach dem Hinspiel war unter dem Strich nicht mehr gefordert, die Darbietung hinterliess aber auch Fragezeichen. Enttäuschend war aus Basler Sicht, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht richtig zusetzen konnte. Die etwas mehr als 18'000 Zuschauer wurden nicht verwöhnt. Den hohen Ansprüchen in Basel konnte dieser FCB-Auftritt nicht genügen.

Am Freitag wird in Nyon ausgelost, auf wen Basel in den Playoffs trifft. Die Basler sind auf dem «Meister-Weg» gesetzt. Möglich ist, dass sie eine weite Reise unternehmen müssen. Einer der Gegner, der zur Auswahl steht, ist der FC Astana aus Kasachstan. Sollten die Basler auch die Hürde in den Playoffs meistern, ist ihnen bereits ein Geldsegen garantiert. Nur schon die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League würde dem Club zwölf Millionen Euro einbringen.

Champions-League-Qualifikation. 3. Runde. Rückspiel: Basel - Lech Posen 1:0 (0:0). Hinspiel: 3:1. Basel mit einem Gesamtskore von 4:1 für das Playoff qualifiziert.

Basel - Lech Posen 1:0 (0:0)

18'196 Zuschauer. – SR Buquet (Fr). – Tor: 91. Bjarnason 1:0. Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Suchy, Safari (89. Traoré); Kuzmanovic, Elneny; Callà, Delgado (76. Zuffi), Bjarnason; Janko (70. Embolo). Lech Posen: Buric; Ceesay, Kaminski, Dudka, Douglas; Tralka; Formella (68. Lovrencsics), Jevtic (73. Thomalla), Linetty, Pawlowski; Hämäläinen (84. Robak). Bemerkungen: Basel ohne Samuel (krank), Xhaka (gesperrt), Ivanov, Kakitani, Simic (alle verletzt) und Boëtius (noch nicht einsatzberechtigt). 44. Suchy und Linetty (beide Unsportlichkeit). 55. Lang. 56. Kaminski (beide Foul). 80. Callà (Hands). 86. Douglas (Foul).

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