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Schachmatt

«König» Nicolas Suter bleibt wirkungslos, Wacker Thun verliert in Aarau 19:20.

Kein Durchkommen für Nicolas Suter.
Kein Durchkommen für Nicolas Suter.
Archivfoto: Christian Pfander

Die letzten 30 Sekunden fassen die 60 Minuten prächtig zusammen. Wacker befindet sich im Angriff, und reüssieren die Thuner, gewinnen sie einen Punkt. Ein ordentlicher Abschluss resultiert trotz grösster Bemühungen nicht. Kampf und Krampf dominieren in der Schachenhalle zu Aarau auch an diesem Tag. Und die Gäste laufen auf.

19:20 verliert Martin Rubins Team eine Partie, welche zwar reichlich Spannung enthält, einen aber doch nur mässig zu unterhalten vermag. Es ist eine eigenartige Mischung aus Schach und Vollkontaktsport, was dargeboten wird, aber ganz bestimmt nichts, was als künstlerisch hochwertig durchgehen würde.

Suhr bestätigt sich als defensivstark und hat in Dragan Marjanac den besseren Keeper in seinen Reihen. Die Berner Oberländer sind bemüht, sie verteidigen gleichfalls exzellent; vorne aber, dort geschieht wenig.

Im Rückraum wird oft gepasst, aber selten geworfen, der eigentliche Leader Nicolas Suter vermag sich gegen seinen Ex-Club nicht zu entfalten, begeht drei technische Fehler und erzielt kein einziges Tor. Und so banal, wie über weite Strecken agiert wird, so banal fällt aus Sicht der Gäste die Analyse aus: hinten top, vorne Flop – viel Aufwand, kein Ertrag.

Die Thuner scheitern, obwohl ihr Gegenüber drei Penaltys verschiesst und die jüngst verletzten Phillip Holm und Damien Guignet rechtzeitig fit wurden. Letzterer bereichert die Abwehr und phasenweise den Angriff, in seiner ersten Aktion der Saison erzielt der Westschweizer gleich seinen ersten Treffer.

Sein Comeback nicht in diesem Jahr feiern wird Nicolas Raemy. Der offiziell wertvollste Akteur der letzten Saison bestreitet 2019 nach eigenen Aussagen keine Partien mehr. Der Linkshänder brach sich in der Vorbereitung für die aktuelle Spielzeit den Mittelfussknochen.

Die Schachenhalle wäre ein interessanter Ort gewesen für eine Rückkehr Raemys. Der Luzerner stösst in Aarau gegenwärtig nicht allenthalben auf Sympathie, seit bekannt ist, dass er den früheren Suhr-Spieler Milan Skvaril nach dessen Aktion im Playoff-Viertelfinal angezeigt hat.

Coach Misha Kaufmann durfte in der Zeitung «Schweiz am Wochenende» noch einmal festhalten, dass er kein Verständnis für das Vorgehen der Thuner aufbringe. «Sie haben das alles hochgeschaukelt und sind klassisch in die vermeintliche Opferrolle geschlüpft», sagte er. Es ist eine ausgesprochen subjektive Betrachtung der Angelegenheit. Das Verfahren übrigens ist noch nicht abgeschlossen.

Suhr - Wacker 20:19 (11:11)

Wacker: Wick (1 Tor); Holm (4), Felder (5), Dähler (1), Suter, Schwab, Lanz (2), Wyttenbach (2/2), Friedli, Lüthi (2), Simon Huwyler (1), Guignet (1), Bouilloux.

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