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Wilers Wand bröckelt erst im Final

Nach dem 10:7-Sieg gegen Classic Tampere im Halbfinal des Champion Cups zeigte Wiler-Ersigen auch im Final gegen Storvreta lange Zeit eine Topleistung, brach am Schluss aber ein und verlor 4:10.

Adrian Lüpold
Einer für alle, alle für einen: Die Akteure von Wiler-Ersigen (gegen Tampere) bildeten ein starkes Kollektiv.
Einer für alle, alle für einen: Die Akteure von Wiler-Ersigen (gegen Tampere) bildeten ein starkes Kollektiv.
International Floorball Federation

Im Halbfinal des Champion Cups hatte Wiler-Ersigen eine der besten Leistungen der Vereinsgeschichte gezeigt. 10:7 bezwangen die Emmentaler im prestigeträchtigsten Clubwettbewerb Titelverteidiger Classic Tampere aus Finnland und überzeugten mit Effizienz, Spielwitz, taktischer Raffinesse und einem überragenden Kollektiv.

Anders als beim Sieg im Halbfinal, in dem Wiler-Ersigen nie in Rückstand geriet, missriet der Start ins Endspiel indes gründlich.

Moral nach 0:3-Rückstand

Nach neun Minuten lag der schwedische Meister Storvreta 3:0 in Führung. Hatten die Unteremmentaler ihr Pulver im Halbfinal schon verschossen? Mitnichten! Die Akteure blieben ruhig, hielten an ihrem Plan fest und arbeiteten sich im ersten Drittel zurück ins Spiel.

Dank Toren von Nicola Bischofberger und Krister Savonen sowie einem Treffer durch den Finnen Joonas Pylsy, der schon im Halbfinal vier Skorerpunkte gesammelt hatte, glich Wiler binnen sieben Minuten aus. In der 32. Minute ging der SVWE durch Altmeister Matthias Hofbauer (38) sogar 4:3 in Führung.

«Wenn wir den Titel wollen, müssen wir wie eine Mauer verteidigen», hatte Verteidiger Savonen im Vorfeld gesagt. In der Tat kam es in der Folge zu einer Abwehrschlacht. Die Schweden intensivierten das Tempo, drückten mit Vehemenz. Mit zwei schnellen Toren im finalen Abschnitt ging Storvreta mit 5:4 in Führung und zog Wiler-Ersigen den Zahn.

Vielleicht fehlte nach dem Husarenritt im Halbfinal die Kraft, auf jeden Fall bröckelte die Abwehrmauer nun gewaltig. Die Schweden nutzten die Räume und schossen Tor um Tor, wobei der 10:4-Endstand etwas gar hoch war und der tollen Leistung Wilers über weite Strecken des Finals nicht gerecht wurde. «Leider liefen wir am Schluss nur noch hinterher», sagte Savonen.

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