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Wiki vor dem Aus, Lyss siegt weiter

Gegensätzliche Gefühle bei den Berner MSL-Playoff-Teilnehmern: Wiki-Münsingen ist gegen Dübendorf klar unterlegen, Lyss schafft gegen Chur die Wende und steht einen Sieg vor dem Halbfinal.

Reto Pfister/Jürg Sigel
Alessio Pozzorini erzielt das 4:0 für Dübendorf. Danach war das Spiel für Wikis Torhüter Sandro Zaugg beendet. Foto: Andreas Blatter
Alessio Pozzorini erzielt das 4:0 für Dübendorf. Danach war das Spiel für Wikis Torhüter Sandro Zaugg beendet. Foto: Andreas Blatter

Manuel Neff ist seit seinem Wechsel von Thun zu Dübendorf nicht mehr negativ aufgefallen. Der Stürmer, im Oberland immer wieder durch Ausraster und Sperren in die Schlagzeilen geraten, hatte vor der gestrigen Auswärtspartie bei Wiki-Münsingen in 27 Partien 51 Strafminuten kassiert, ein Wert, der sich im normalen Rahmen für einen Spieler bewegt, der auch seine Physis auf dem Eis zur Geltung bringen will.

Im Aaretal, beim Lokalrivalen seines früheren Vereins, ist er jedoch immer noch eine Reizfigur. Im ersten Drittel war Neff gleich an zwei Szenen beteiligt, in der es zu Rangeleien kam. Eine hatte er mit einem Bandencheck ausgelöst, für den er mit zwei plus zehn Minuten bestraft wurde.

Es war jene Phase im ersten Spielabschnitt, als Wiki gegen die spielerisch überlegenen Gäste das körperliche Element mit ins Spiel brachte und so selbst in Schwung kam. Christian Reber etwa hätte in der 7. Minute sein Team in Führung bringen können, verfehlte jedoch alleine vor dem gegnerischen Tor das Gehäuse. So nahm das Geschehen ganz im Sinne der favorisierten Zürcher seinen Lauf. Marwin Leu brachte Dübendorf kurz vor Ende des Startdrittels in Führung, und was folgte, war eine Demonstration des spielerischen Könnens der Gäste.

Bereits vor Spielhälfte war das zweite Viertelfinalspiel praktisch entschieden, Wiki in der Best-of-5-Serie vorentscheidend 0:2 in Rückstand geraten. Dübendorf liess nun die Scheibe und die Gegner laufen, zeigte hochstehendes Eishockey und erzielte Tor um Tor. Beim Stand von 0:4 (29.) versuchte Wikis Trainer Stefan Gerber nach einem Timeout mit einem Torhüterwechsel neue Impulse zu setzen.

Fabian Zaugg ersetzte den mit ihm nicht verwandten Sandro Zaugg. Auch der neue Mann im Tor war aber bald bezwungen, Wiki verlor letztlich klar 1:8. Viel deutet auf ein schnelles Saisonende für die Aaretaler hin.

Der 12. Sieg in Serie

2:0 führt Lyss in der Viertelfinalserie gegen Chur. Dies nach dem gestrigen 2:1-Heimsieg und dem 12. Erfolg in Serie. Es war ein erzitterter Triumph, der sich lange nicht abgezeichnet hatte. Denn die Lysser schienen einen jener Abende zu erleben, an denen nichts gelingen will. So geschehen im Startdrittel, so ebenfalls geschehen im mittleren Abschnitt. Der Wille war da, doch auf dem Eis umsetzen konnte die Truppe von Headcoach Serge Meyer das, was sie sich vorgenommen hatte, vorerst nicht.

Dass dies am Ende keinen Schaden zur Folge hatte, lag auch am Gegner. Chur präsentierte sich nämlich in einer nur unwesentlich besseren Verfassung. Ein bisschen gefährlicher waren zu Beginn die Offensivaktionen der Bündner, etwas energischer suchten sie den Abschluss.

Dass ein Fehler der gröberen Art die Lysser in Rücklage geraten liess, war typisch für die Startphase. Ein Scheibenverlust eines Einheimischen in der eigenen Zone ermöglichte Janis Egger die Churer Führung (9.). Und diese sowie der Lysser Leidensweg hielten lange an – bis die Fäuste flogen, Chur in der 45. Minute dezimiert war und Marc Balsiger im Powerplay den Ausgleich bewerkstelligte.

Und schliesslich war es wie schon so oft in dieser Saison. Lyss steigerte sich im Schlussdrittel frappant und wendete das Blatt noch. Als Captain Florin Gerber vier Zeigerumdrehungen vor Schluss mit dem 2:1 die sich anbahnende Verlängerung verhinderte, wurde die Seelandhalle zum Tollhaus.

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