Zum Hauptinhalt springen

Wiki und Huttwil dürfen die Saison bestreiten

Wiki-Münsingen und Huttwil haben die ­Lizenz für die MSL-Saison 2019/2020 erhalten.

Reto Pfister
Hockey Huttwil gegen Wiki Münsingen – dieses Berner Derby kann doch stattfinden.
Hockey Huttwil gegen Wiki Münsingen – dieses Berner Derby kann doch stattfinden.
Archiv/Andreas Blatter

Die Liquidität war stets vorhanden, was fehlte, war das Eigenkapital. Wiki-Münsingen hat nun der zweiten Instanz, der Rekurskommission, Wege aufzeigen können, wie dieses geäufnet werden kann. Und die Lizenz für die MSL-Saison 2019/2020 erhalten.

Die Arbeit geht dem Vorstand um Präsident Rolf Ryter jedoch nicht aus. Die Spielberechtigung wurde an Auflagen geknüpft, im Dezember 2019 und im Februar 2020 müssen die Aaretaler dem Verband die finanziellen Fortschritte dokumentieren.

Wiki war vor vier Jahren in einen finanziellen Engpass geraten. Es gelang zwar, die Situation zu stabilisieren, Reserven und Eigenkapital konnten jedoch nicht aufgebaut werden.

Bei einem Budget von etwa einer halben Million Franken müssen die Aaretaler in den nächsten Jahren jeweils einen Gewinn von 25'000 bis 30'000 Franken erzielen, um die Vorgaben in Zukunft erfüllen zu können. Dieser wird vor allem durch Mehreinnahmen erzielt werden müssen.

Der Verein geht bereits jetzt sparsam mit seinen Mitteln um, lediglich durch den Verzicht auf ein externes Trainingslager in dieser Saison fallen Ausgaben weg.

«Die ersten Signale sind positiv», sagt Präsident Ryter. «Wir sollten zusätzliche Sponsoren gewinnen können, und bei Pro Wiki konnten wir in den letzten Wochen acht zusätzliche Mitglieder begrüssen.» Bei Pro Wiki beläuft sich der Jahresbeitrag auf 1000 Franken, vor allem Unternehmer aus der Region, aber auch Privatpersonen sind vertreten.

«Erfreulich ist, dass wir auch aus Bern und Köniz Mitglieder gewinnen konnten», sagt Ryter. Zurücklehnen dürfe man sich aber nicht. «Wir werden kontinuierlich daran arbeiten müssen, unsere Situation zu verbessern. Sonst haben wir jedes Jahr Probleme bei der Lizenzerteilung.»

«Habe dies unterschätzt»

Auch Hockey Huttwil erhielt in zweiter Instanz die Lizenz, ohne Auflagen. Die Oberaargauer sind verbandsrechtlich gesehen ein «Aussenbetrieb» des EHC Brandis. Seit der Saison 2018/2019 spielt das Team unter einem neuen Namen in Huttwil, ist jedoch immer noch unter der Vereinsnummer von Brandis gemeldet.

Im Lizenzverfahren wurde daher auch die finanzielle Situation der Emmentaler unter die Lupe genommen. «Ich habe dies unterschätzt und nehme es auf meine Kappe, dass wir die Lizenz in erster Instanz nicht erhalten haben», sagt Huttwils CEO Heinz Krähenbühl.

Die Altlasten von Brandis waren zu hoch, insbesondere die Schulden gegenüber Krähenbühl und seinen Mitstreitern, die dem Verein Darlehen in grösserer Höhe gegeben hatten. Durch juristische Anpassungen konnten die Vorgaben des Verbandes nun erfüllt werden, zumal Huttwils CEO und seine Crew nicht im Sinn haben, die Darlehen in nächster Zeit zurückzufordern. Hockey Huttwil selbst hat im letzten Jahr einen Gewinn von 37000 Franken erzielt und ist finanziell gesund.

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch