Wieder die Wende im letzten Drittel

Wie schon gegen Winterthur dreht der SC Langenthal auch in Zug im letzten Abschnitt das Spiel. Dank zwei Toren innert 42 Sekunden drehen die Langenthaler ein 1:2, letztlich gewinnen sie 4:2.

Nico Dünner (SCL, Mitte) scheitert hier am EVZ-Torhüter Gianluc Zaetta.<p class='credit'>(Bild: Leroy Ryser)</p>

Nico Dünner (SCL, Mitte) scheitert hier am EVZ-Torhüter Gianluc Zaetta.

(Bild: Leroy Ryser)

40 Minuten lang droht dem SC Langenthal nach der Cupniederlage in Zug ein Déjà-vu. Bei der Academy haben die Oberaargauer Mühe, ins Spiel zu finden, kreieren kaum Chancen und spüren zusätzlich nicht selten die Härte des jungen, energischen Zuger Teams, welches aus seinen beschränkten Möglichkeiten enorm viel herauszuholen weiss.

Dass Langenthal nach 64 Sekunden bereits für die Führung sorgt, ist kein Vorteil. Zwar hätte das Powerplaytor von Dario Kummer – er lenkte einen Schuss von Brent Kelly ab – Aufwind bringen sollen, es lässt aber eine «Larifari»-Haltung einkehren. Während der SC Langenthal mit schwedischer Sinfonie versucht, den nächsten Torerfolg anzustreben, sorgt auf der Gegenseite das kanadische Rumpelhockey für die Musik. Unter dem Langenthaler Meistertrainer Jason O’Leary ist die Zuger Academy im Zweikampf aufsässig wie nur wenige Teams.

Spieler wie Robin Nyffeler, der einen herausragenden Auftritt zeigte, versuchen zwar, für den SCL diese Härte ins Spiel zu bringen, statt dem 19-Jährigen setzt Trainer Per Hånberg aber lieber auf den erneut schwach spielenden Schweden Kim Karlsson. 

Mit Glück zum 2:1

Die Quittung für diese wenig inspirierende Leistung hätte der SCL beinahe erhalten. Im zweiten Abschnitt kassieren die Gäste zuerst einen Shorthander, bei dem Torschütze Livio Langenegger vor Philip Wüthrich sträflich allein gelassen wurde, in der 38. Minute führt dann ein Konter sogar zur zwischenzeitlichen Zuger Führung. «Es scheint, als würden wir denken, dass 95 Prozent auch genügen», kommentierte Dario Kummer den SCL-Auftritt in den ersten vierzig Minuten.

Immerhin: Im letzten Abschnitt erwachen die Oberaargauer. Mit viel Engagement drücken sie dem Gegner ihren Willen auf und kreieren nach ungefähr der Hälfte erstmals wieder Chancen. Als die Zuger dann ein 42 Sekunden dauerndes Schläfchen halten, schlagen die Langenthaler tatsächlich gnadenlos zu. Zuerst nutzt Dario Kummer einen Abpraller zum Ausgleich, danach geht Yves Müller im Offensiv-Drittel vergessen, weshalb er das 3:2 bejubeln kann.

Ein zweites Blackout entscheidet die Partie dann endgültig. Als Luca De Nisco Giacomo Dal Pian die Scheibe überlässt und so das 4:2 für den SCL ins leere Tor einleitet. «Wie wir den Sieg erzwungen haben, interessiert bald niemand mehr», sagte Yves Müller abschliessend, «Hauptsache, wir haben die drei Punkte», zog Dario Kummer das Schlussfazit.

EVZ Academy - Langenthal 2:4 (0:1, 2:0, 0:3)

125 Zuschauer. – Tore: 2. Kummer (Kelly, Tschannen/Ausschluss Lanz) 0:1. 28. Langenegger (Steinmann, Oejdemark/Ausschluss Bach!) 1:1. 38. Elsener (Bougro) 2:1. 52. Kummer (Scheidegger, Tschannen) 2:2. 52. Müller (Sterchi) 2:3. 60. (59:45) Dal Pian (aufs leere Tor) 2:4. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug. 2mal 2 Minuten gegen Langenthal.

Langenthaler Tagblatt

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