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Wie prophezeit

Der FC Münsingen hat gegen Bavois nach einem Platzverweis in der ersten Halbzeit 0:3 verloren und findet sich nach fünf Saisonspielen am Ende der Tabelle wieder.

Adrian Lüpold
Münsingens Matthias Collard (Mitte) versucht, den Ball zu behaupten.
Münsingens Matthias Collard (Mitte) versucht, den Ball zu behaupten.
Andreas Blatter

Die Schiedsrichter sind in dieser Spielzeit angehalten, Handspiele im Strafraum strenger und konsequenter zu ahnden als noch in der Vergangenheit. Und so kam in der Begegnung zwischen dem FC Münsingen und dem FC Bavois in der Promotion League knapp zehn Minuten vor Schluss doch nochmals so etwas wie Spannung auf.

0:2 lagen die Aaretaler zu diesen Zeitpunkt scheinbar aussichtslos im Rückstand gegen die clever spielenden Waadtländer, die seit der 42. Minute in Überzahl agieren konnten – Münsingens Braima Gafner sah nach dem zweiten groben Foul die Ampelkarte – und das Geschehen im zweiten Spielabschnitt mit einem Mann mehr deutlich im Griff hatten.

Dann spickte Bavois-Verteidiger Tristan Chavanne der Ball nach einem der seltenen Vorstösse der Münsinger unglücklich an die Hand. Ob Absicht oder nicht – der Unparteiische zeigte sofort auf den Penaltypunkt und bot so Münsingens Mittelfeldspieler Michael Erzinger die grosse Chance, auf 1:2 zu verkürzen und seiner Mannschaft für die Schlussphase trotz nummerischer Unterzahl doch noch Hoffnung auf einen späten Punktgewinn zu machen.

Erzinger lief an, schoss aber zu wenig konsequent ins rechte untere Eck, sodass Bavois-Goalie Enrico Robin den Ball mit den Fingerkuppen um den Pfosten lenken konnte. Kurz vor Spielschluss gelang Andelko Savic dann mit dem 3:0 für Bavois die Entscheidung.

Kein Grund zur Panik

Erzingers Fehlschuss passt ganz gut zum bis anhin unglücklichen Saisonverlauf des FCM, welcher wie in den meisten Spielen zuvor auch gegen Bavois gut in die Partie gestartet und bis zum Platzverweis die engagierte Equipe mit den klareren Tormöglichkeiten gewesen war, am Ende des Tages aber wieder ohne Punkte dastand. Nach fünf Partien finden sich die Aaretaler trotz ansprechenden Leistungen in allen fünf Spielen mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz in der Promotion League wieder.

«Wir sind uns bewusst, dass dies eine ganz schwierige Saison für uns werden wird», hatten sowohl Stürmer und Captain Patric Gasser, Trainer Kurt Feuz und Präsident Andreas Zwahlen in den letzten Wochen unisono betont, wohl wissend, dass die Konkurrenz eher stärker und der eigene Kader im Gegensatz zur letzten Saison eher dünner geworden ist. Nun sind die Vorahnungen der drei Exponenten vorerst eingetreten, was aber noch lange kein Grund zur Besorgnis oder gar zur Panik ist.

Bleiben die Aaretaler ihrer Marschroute treu, die auf Leidenschaft, einer starken Defensive und viel Solidarität beruht, und kommt das zuletzt fehlende Wettkampfglück wieder dazu, könnten auch punktemässig bald bessere Zeiten folgen. Dafür sollten die Münsinger aber auch wieder vermehrt an ihre eigenen Stärken glauben. Oder wie es Captain Gasser gegen Bavois mehrmals lautstark von seinen Kollegen forderte: «Wir müssen uns wieder mehr wehren.»

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