Viel beim Lehrmeister abgeschaut

Floorball Köniz hat den Saisonstart verschlafen. Die Berner Vorstädter verloren gegen Waldkirch St. Gallen 5:7. Bei den Ostschweizern hütete mit Lukas Genhart der letztjährige Könizer Ersatzkeeper das Tor.

Wasa-Goalie Lukas Genhart wird bezwungen. Ansonsten zeigte der Ex-Könizer eine starke Leistung.

Wasa-Goalie Lukas Genhart wird bezwungen. Ansonsten zeigte der Ex-Könizer eine starke Leistung.

(Bild: Stefan Wermuth)

Adrian Lüpold

Floorball Köniz führt eine Nachwuchsabteilung mit Vorzeigecharakter. Jedes Jahr werden Einheimische in die erste Equipe integriert. Im Moment umfasst das Kader 22 Akteure, welche die Talentschmiede durchliefen. Nur 4 Spieler (davon 2 Ausländer) wurden als Junioren bei einem anderen Verein ausgebildet. Auch Torhüter Lukas Genhart gelang zu Beginn der Saison 2017/2018 der Sprung von den Junioren ins Fanionteam. Sein Pech: Mit Patrick Eder stand ihm ausgerechnet einer der Nationalgoalies mit immenser Erfahrung und viel Können vor der Sonne.

Genharts Einsätze in den ersten zwei Spielzeiten in der NLA liessen sich an einer Hand abzählen. Also wechselte der 23-Jährige auf diese Saison hin zu Waldkirch St. Gallen. Das Ziel: Spielpraxis und Erfahrungen sammeln, so wie das einst auch Eder gemacht hatte, der bei Rychenberg seine Sporen abverdiente, bevor er zurück zu Köniz wechselte. «Am Anfang brauchte ich etwas Zeit im komplett neuen Umfeld. Inzwischen habe ich mich sehr gut eingelebt in der Ostschweiz», sagt Genhart.

Erfolgreiche Rückkehr

Zum Saisonauftakt musste der 1,92-Meter-Schlaks ausgerechnet an alter Wirkungsstätte ran. Dabei zeigte die neue Nummer 1 der Ostschweizer, was er im Schatten von Lehrmeister Eder gelernt hatte. Genhart gelang ein solider Auftritt. Er wirkte ruhig, zeigte einige starke Paraden, strahlte Sicherheit aus und war einer der Baumeister beim überraschenden 7:5-Auswärtssieg der St. Galler.

Bei den Könizern passte indes vor allem zu Beginn wenig zusammen. Sie hatten Mühe, dem Pressing der Gäste zu entkommen, spielten zuweilen sehr ungenau und gewährten zu viele freie Räume. Erst beim Stand von 0:4 im zweiten Drittel fanden die Vorstädter, bei denen Schweden-Rückkehrer Manuel Maurer zwei Assistpunkte beisteuerte, in die Spur. Nun waren Emotionen und mehr Tempo drin.

Tatsächlich gelang Floorball die Rückkehr, nach 44 Minuten stand es plötzlich 5:5. In der Folge liess sich Köniz aber wieder einlullen. Die St. Galler schlugen eiskalt zurück, markierten noch zwei Tore und siegten nicht unverdient. «Hier zu gewinnen, ist natürlich toll. Unser Plan ist gut aufgegangen», sagte Genhart, der mit seinem neuen Team «das Playoff erreichen möchte».

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