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Verteidiger Scheidegger ist in Langenthal zwischen Stuhl und Bank geraten

Joël Scheidegger hat beim SC Langenthal ein schwieriges Los. Der 23-jährige Verteidiger zögert aber nicht und sagt vor dem Doppelderby gegen Olten: «Diese Liga ist die richtige für mich.»

Der 23-jährige Verteidiger Joël Scheidegger (links) kommt derzeit beim SC Langenthal weniger oft zum Einsatz als gewünscht.
Der 23-jährige Verteidiger Joël Scheidegger (links) kommt derzeit beim SC Langenthal weniger oft zum Einsatz als gewünscht.
Marcel Bieri

Joël Scheidegger ist wahrscheinlich jener Spieler, der im SCL-Kader am schwersten einer Gruppe zuzuordnen ist. Er ist weder ein gestandener Spieler, noch gehört er mit 23 Jahren zu den ganz jungen Akteuren. Dazu kommt, dass der Verteidiger in der vergangenen Saison noch in der Swiss Regio League gespielt und mit Thurgau zum Saisonende eine Zwischenstation vor dem SCL gefunden hat. Weil er aber in der Saison 2015/2016 bereits beim SC Langenthal spielte – damals kam er direkt aus Bern von den Elite-Junioren –, hat er dennoch nie wirklich das Image eines Juniorenspielers ablegen können. «Ich verstehe das, sehe mich selbst aber nicht als junger Spieler», sagt Scheidegger.

Gerade in den vergangenen Saisons konnte er beim damaligen Team des EHC Brandis in der Swiss Regio League, heute Hockey Huttwil, viel Erfahrung mit viel Eiszeit sammeln, die ihn weitergebracht hat. Ausserdem betont er, dass er im Sommer mit dem ersten vollständigen Training in einer NLB-Mannschaft – 2015 war er im Militär engagiert – einen Entwicklungssprung habe vollbringen können. «Die Swiss League ist die richtige Liga für mich», ist Scheidegger deshalb überzeugt.

Und trotzdem: Scheideggers Eiszeit ist knapp bemessen, in Spezialsituationen erhält er nur wenig Einsatz. Diese Tatsache stört auch ihn ein bisschen, er will sich davon aber nicht verunsichern lassen. «Die Konstellation ist momentan für mich schwierig», sagt er. Die besten sechs Verteidiger spielen konstant gut, weshalb der Trainer keinen Grund hat, etwas zu verändern. «Leider erhalte ich so nur wenig Chancen, zu zeigen, dass auch ich bereit wäre», sagt Scheidegger, betont aber, dass er seinen Trainer in der aktuellen Situation verstehen könne. «Aktuell habe ich mich damit abgefunden und versuche immer bereit zu sein, wenn es mich braucht – auch wenn das weniger oft der Fall ist.»

Stabilere Defensive

Das liegt auch daran, dass sich der SC Langenthal rasant verbessern konnte. «Es ist offensichtlich, dass wir besser eingespielt und stabiler in der Defensive sind», weiss Scheidegger. Mit dieser Veränderung könne man auf einen interessanten Saisonschlussverlauf hoffen, ist der Verteidiger überzeugt. «Wir als Team waren aber schon immer überzeugt, dass wir gut genug sind, um ganz vorne mitzu­spielen. Wir haben nur ein bisschen Zeit gebraucht, das auch zu zeigen.»

Das wollen die Langenthaler schon am Freitagabend und am Sonntag in den beiden Derbys gegen Olten wieder beweisen. In den letzten vier Spielen resultierten nämlich mit drei Niederlagen ungewohnt viele Punktverluste. «Die Affichen sind spannend. In den Derbys wird auch um sechs wichtige Punkte gekämpft», hält Verteidiger Scheid­egger fest.

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