Uni Bern holt neuen Passeur

Das 1:3 gegen Näfels bedeutete für Uni Bern die siebte Niederlage in den vergangenen acht Spielen.

Berns polnischer Topskorer, Jakub Radomski, fand häufig keine Lücke gegen seine früheren Teamkollegen aus Näfels.

Berns polnischer Topskorer, Jakub Radomski, fand häufig keine Lücke gegen seine früheren Teamkollegen aus Näfels.

(Bild: Manuel Zingg)

Als «sehr wichtig» stufte Präsident Felix Merz die NLA-Partie gegen Näfels ein. Der Vizemeister war überraschend schlecht in die Saison gestartet und lag auch nach elf Runden noch hinter den Bernern. Um die Glarner weiter auf Distanz zu halten, forderte Merz am Samstag mindestens einen Punkt. Im Volleyball bedeutet dies, dass zwei Sätze gewonnen werden müssen, bei einem 3:2 erhält der Sieger zwei, der Verlierer einen Punkt. Bei einem 3:0 oder einem 3:1 gehen alle drei Punkte an den Sieger.

Nun: Uni Bern verlor 1:3 und musste Näfels punktmässig aufschliessen und wegen des schlechteren Satzverhältnisses auf Rang 6 vorbeiziehen lassen. Das Team von Mikolaj Ostrowski war weit von einem Punktgewinn entfernt. Einzig der dritte Umgang war genügend (25:22). «Da spielten wir locker und befreit auf», meinte Ostrowski. Der Trainer hatte nach zwei Sätzen Passeur Lars Ulrich durch Didier Ryter ersetzt. «Er machte seine Sache gut», lobte der Trainer.

Tomasetti verpflichtet

Doch den beiden 19-jährigen Passeuren fehlt die Erfahrung auf NLA-Niveau. Steigt der Druck, werden sie unsicher. Deshalb haben die Berner reagiert und Jeremy Tomasetti für die Schaltzentrale verpflichtet. Der 26-jährige Schweizer wechselte im Sommer von Jona zu Luzern, musste bei den Innerschweizern im November aber gehen, nachdem diese ausländische Verstärkung geholt hatten.

Jetzt soll Tomasetti als Zulieferer am Netz vor allem Jakub Radomski und Darryl Shank bedienen. Der Pole kam gegen seine vorherigen Teamkollegen nie auf Touren. Der Topskorer musste sich mit 13 Punkten begnügen. Shank war für einmal produktiver (18 Punkte), wenn auch der Kanadier Hochs und Tiefs hatte. 

Die Berner waren aber nicht nur im Angriff, sondern auch am Block unterlegen. «Näfels war einfach besser», gestand Ostrowski. Die nächsten Aufgaben würden mit Meister Lausanne und Leader Amriswil schwierig, bleibt der Coach realistisch. «Aber wir behalten den Kopf oben und halten an unserem Ziel, Rang 5 oder 6, fest.»

Berner Zeitung

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