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Ungenügende Resultate, aber nicht alles ist schlecht

Der BSV Bern befindet sich in keiner einfachen Phase. Am Sonntag treffen die Berner auf Suhr Aarau.

Michael Kusio (rechts) stolpert gegen Wacker.
Michael Kusio (rechts) stolpert gegen Wacker.
Raphael Moser

Seit der Länderspielpause Ende Oktober hat der BSV Bern nur zweimal, gegen den schwächer eingestuften RTV Basel, gewonnen, ist im EHF-Cup an Bitola gescheitert und vorgestern im Schweizer Cup gegen Wacker Thun ausgeschieden. «Die Fakten sind so, Ich kann sie nicht negieren», sagt Trainer Aleksandar Stevic. Und setzt dann zu einer differenzierten Betrachtung an, in der er die hohe Belastung als Faktor für den Abwärtstrend ausführt.

Die Berner bestritten zusätzlich zur Meisterschaft sechs Europacupspiele und waren meist zweimal pro Woche im Einsatz. «Gerade bei Spielern, die noch im Beruf oder im Studium engagiert sind, spürt man, dass sie nicht mehr richtig frisch sind», sagt Stevic.

«Er kann nicht die vollen 60 Minuten spielen»

Das Kader ist mit zwei Akteuren pro Position bestückt, was eigentlich ausreichend ist – bei längeren Ausfällen jedoch zu Problemen führen kann. Wie aktuell im Fall des Portugiesen Pedro Spinola, dessen Saison nach einem Achillessehnenriss wohl beendet ist. Für ihn ist Michael Kusio als Stammspieler auf Rückraum rechts aufgerückt. Der 20-Jährige hat bewiesen, dass er diese Rolle einnehmen kann.

Stevic weist jedoch darauf hin, dass Kusio wegen kurzer Verletzungspausen und der Teilnahme an der U-20-EM im Sommer keinen kontinuierlichen Leistungsaufbau hinter sich hat. «Er kann nicht die vollen 60 Minuten spielen», sagt Stevic. In der Abwehr übernehmen die Kreisläufer Kaspar Arn und Luca Mühlemann teilweise die Aufgaben Spinolas, was zu zusätzlichen Positionswechseln zwischen Defensive und Offensive führt.

Auffallend war gegen Wacker (31:33) auch, dass das Spiel nach einem ähnlichen Muster verlief wie der Cupfinal 2017 gegen Pfadi Winterthur (30:33). Beide Male lag der BSV in Führung, in der zweiten Hälfte schafften die Gegner die Wende, auch weil deren Torhüter klar besser waren. Dies, obwohl die Berner mit damals Dragan Marjanac und heute Edin Tatar über erfahrene Goalies verfügten. «An den Torleuten alleine lag es jedoch nicht», sagt Stevic. «Wir müssen uns defensiv generell steigern», fordert er.

Zusätzlicher Freitag

Nicht alles sei jedoch derzeit schlecht, sagt der BSV-Coach. «In der Offensive war die Leistung gegen Wacker gut, in der Meisterschaft sind wir – abgesehen vom Absturz in Gossau – auf Kurs.» Das Spiel beim damaligen Tabellenletzten ging 22:33 verloren. Morgen (17 Uhr) treffen die Berner auf das punktgleiche Suhr Aarau. Der Sieger dürfte vorzeitig für die Finalrunde qualifiziert sein. Damit die BSV-Akteure zu einem Freitag kommen, wird das kurze Abschlusstraining statt heute erst am Morgen des Spieltags abgehalten.

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