Zum Hauptinhalt springen

Um- und Aufbruch beim FC Köniz

Der FC Köniz krempelt sein Kader um. Statt Spieler aus der ganzen Schweiz anzuheuern, setzt man auf junge Spieler aus der Region.

Jubelten in der Vorrunde noch gemeinsam: Jetzt sind Severin Keller (links), Cristian Miani (3.v.l.), Anto Franjic (Mitte), Onur Hakan Akbulut (2.v.r.) und Fabio Donato (rechts) schon wieder weg. Foto: Manuel Zingg
Jubelten in der Vorrunde noch gemeinsam: Jetzt sind Severin Keller (links), Cristian Miani (3.v.l.), Anto Franjic (Mitte), Onur Hakan Akbulut (2.v.r.) und Fabio Donato (rechts) schon wieder weg. Foto: Manuel Zingg

Elf Abgänge verzeichnete der FC Köniz in der Winterpause. Übertroffen wurde damit der Berner Vorstadtverein aus den höchsten drei nationalen Ligen nur von den beiden Challenge-League-Teams Chiasso (12 Abgänge) und Rapperswil (13 Abgänge). Die Könizer trennten sich von diversen Stammkräften wie etwa dem Topskorer Anto Franjic (der andere Goalgetter Qendrim Makshana war bereits im Herbst gegangen).

Mit Franjic wechselten gleich drei weitere Akteure (Marko Bicvic, Fabio Donato und Ilker Tugal) zu NK Pajde Möhlin. Der Fricktaler Club ist eng mit der Familie Rakitic verbunden. Luka, der Vater von Barcelona-Star Ivan, ist Präsident und Gründer. Pajde Möhlin strebt den Aufstieg von der 2. Liga interregional in die 1. Liga an.

Die vielen Abgänge stehen nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Abgang von Beno Pulver per Ende 2018. Die Kultfigur trat als Trainer und Präsident ab. Ein Neuanfang war unumgänglich, zumal auch der zweite «Mister FC Köniz», René Lanz, sein finanzielles Engagement momentan reduzieren will. Das Duo holte während Jahren bekannte Akteure aus der höchsten Liga wie Jean-Michel Tchouga, Carlos Varela, Jiri Koubsky, Gabriel Urdaneta oder Miguel Portillo nach Köniz.

«In Zukunft wollen wir auf jungeSpieler aus den eigenen Reihenund aus der Region setzen.»

Mathias Robellaz, designierter Präsident zur Strategie des FC Köniz

Noch vor dieser Saison hatten die Vorstädter im Sommer elf Spieler aus der ganzen Schweiz verpflichtet. Sieben davon sind nun nach einem halben Jahr bereits wieder weg. «Wir setzen unsere Strategie ab sofort auch im Fanionteam um», begründet der designierte Präsident Mathias Robellaz die «Transferflut». Der Inhaber der gleichnamigen Physiotherapie & Training GmbH in Köniz muss an der nächsten ordentlichen Generalversammlung noch gewählt werden.

«In Zukunft wollen wir auf junge Spieler aus den eigenen Reihen und aus der Region setzen», erklärt Robellaz. Diese Strategie wurde in der zweiten Mannschaft (2. Liga inter) bereits umgesetzt. Derzeit steht mit Marco Stauffiger nur ein einziger ehemaliger Junior im «Eins».

Der FC Köniz will künftig für die Talente eine Plattform und ein Sprungbrett auf dem Weg zum Profi sein. Zugleich sollen Akteure, die es etwa bei YB oder Thun nicht geschafft haben, wieder zurückkehren.

Die Budgetkürzung zwingt den Club nun, die festgelegte Strategie auch auf höchster Stufe konsequent umzusetzen. «Wir haben auch gemerkt, dass der angestrebte Aufstieg in die Challenge League nicht realisierbar ist.» Die vorhandene Infrastruktur genügt diesen Ansprüchen nicht.

So wollen die Könizer vornehmlich mit lokalen Kräften in der Promotion League bleiben. Bereits wurden in der Winterpause sieben Spieler geholt, die entweder bereits bei Köniz gespielt haben oder Berner sind. Ausnahmen bilden die Solothurner Brüder Ivan und Dario Harambasic.

Dass die Equipe trotz dem Umbruch in der Rückrunde mithalten kann, hat das Team mit dem neuen Trainer Silvan Rudolf vor einer Woche bewiesen, als zum Auftakt beim Spitzenteam Nyon ein 0:0 resultierte. Am Sonntag will das «neue» Köniz nun auch im Heimspiel gegen Leader Stade Lausanne-Ouchy bestehen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch