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Thun im Moment unwiderstehlich

Mit dem 4:1 zu Hause gegen den Tabellenzweiten Dübendorf setzt der EHC Thun seine Siegesserie in der dritthöchsten Spielklasse fort. In der Tabelle verbessern sich die Oberländer auf Rang 6.

Stephan Küenzi stoppt den Dübendorfer Jari Allevi. Der Thun-Torhüter war ein sicherer Wert.
Stephan Küenzi stoppt den Dübendorfer Jari Allevi. Der Thun-Torhüter war ein sicherer Wert.
Andreas Blatter

Manuel Neff kam nicht. Er, der viele Jahre für den EHC Thun gespielt hatte, ehe er auf diese Saison hin innerhalb der Liga zu Dübendorf wechselte. Neff war im Dress der Berner Oberländer der Strafenkönig, allein in der Saison 2017/2018 brachte er es auf 235 Minuten in der Kühlbox.

Oft musste er Sperren absitzen. Seit er für Dübendorf spielt, ist alles anders. Er sei ein ruhiger, besonnener Akteur geworden, ein genialer Spieler. Das sagten am Samstag, als die Zürcher im Grabengut gastierten, Offizielle des Tabellenzweiten. Neff selbst konnte sich nicht äussern. Denn Thun und Dübendorf haben vereinbart, dass der 27-Jährige gegen seinen Ex-Club nicht spielt – zumindest während der Regular Season nicht.

Starkes Kollektiv

Neff fehlt Dübendorf – so wurde aus den Reihen der Zürcher vermeldet – schmerzlich. Doch auch mit ihm hätten die Zürcher kaum verhindern können, dass die Berner Oberländer eine Woche nach dem Coup in Arosa ein weiteres Schwergewicht der Liga zu bezwingen vermochten. Dübendorf spielte zwar gut, «doch wir waren noch ein bisschen besser», brachte es Stephan Küenzi auf den Punkt.

Thuns Torhüter gehörte zu jenen Akteuren, die aus dem starken Kollektiv herausragten. Ein anderer war Gil Reymondin, der das 1:0 sowie das 4:1 erzielte und beim Thuner Führungstreffer Glück hatte, dass der sonst sichere Gästeschlussmann Remo Trüb die Scheibe aus der Fanghand ins Netz kullern liess.

Dann gilt es speziell Noah Fuss zu erwähnen. Der 18-Jährige Elitejunior des SC Bern, der am Samstag erst zum dritten Mal in der Meisterschaft für Thun stürmte, erzielte das wichtige 3:1 in einer Phase, als Dübendorf vehement den Ausgleich anstrebte.

Starke Konkurrenz

Am Ende leuchtete ein 4:1 von der elektronischen Matchuhr. Es war Thuns fünfter Sieg in Folge. Die Monate September und Oktober, als die Mannschaft in zu viele unnötige Niederlagen geschlittert war, sind vergessen. Thun ist derzeit fast unwiderstehlich und vermag jedem Gegner sein Spiel aufzuzwingen.

«Jeder gibt nun mehr Gas, auch in den Trainings», erklärte Küenzi. «Wir müssen auch stets Topleistungen liefern. Sonst droht man schnell jungen Spielern aus den Partnerteams weichen zu müssen. Jeder steht immer unter Druck.» Das gilt auch für Küenzi selbst.

Mit Joël Aschwanden und Saskia Maurer, der Torhüterin des Schweizer Frauen-Nationalteams, weiss Küenzi starke Konkurrenz im Rücken. Das sei gut so, sagt der 28-Jährige. Er erwähnt das gute Verhältnis unter den drei Goalies. «Wir pushen uns im Training.»

Am Samstag liess Küenzi nicht mehr als einen Gegentreffer zu. Das ist ein guter Wert, der Gegner setzte Thun zu Beginn des Mitteldrittels stark unter Druck. Und während einer kurzen Phase im Schlussabschnitt gleich nochmals. Der Sieg der Berner Oberländer geht aber voll in Ordnung.

In der Tabelle verbesserte sich die Mannschaft von Headcoach Christoph Schenk auf Rang 6 – nur vier Zähler hinter dem drittklassierten Arosa, aber auch nur mit einer Reserve von zwei Punkten auf die Trennlinie.

«Wir werden sehen, wohin unser Weg führt», drückte sich Küenzi vorsichtig aus. «Aber klar hoffen wir, dass es so weitergeht wie zuletzt.» Basel und Leader Martigny sind die nächsten happigen Gegner.

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