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Sohn verleiht Flühmann Flügel

Die Unihockey Tigers Langnau drohen zum zweiten Mal in Folge das Playoff zu verpassen. Topskorer Simon Flühmann will dieses Szenario verhindern.

Simon Flühmann und die Tigers haben noch drei Spiele Zeit, sich über den Playoff-Strich zu hieven.Foto: Raphael Moser
Simon Flühmann und die Tigers haben noch drei Spiele Zeit, sich über den Playoff-Strich zu hieven.Foto: Raphael Moser

Die Ausgangslage in der NLA präsentiert sich drei Runden vor Schluss spannend: Mit Chur, Uster und den Tigers Langnau kämpfen drei Teams um die letzten zwei Playoff-Plätze. Das Restprogramm der Langnauer mit den Partien gegen Thun, Sarnen und Köniz tönt grösstenteils machbar. Siege gegen die beiden Letztplatzierten Thun und Sarnen sind Pflicht, «sonst haben wir das Playoff nicht verdient», sagt Topskorer Simon Flühmann. Sechs Zähler benötigen die Tigers, um punktemässig auf das achtplatzierte Chur aufzuschliessen.

Trotzdem scheint eine Aufholjagd realistisch, treffen die Bündner doch zumindest noch auf zwei happige Gegner (Wiler-Ersigen und Köniz). «Mit neun Punkten wären wir im Playoff», ist sich Flühmann sicher. Somit müssen die Emmentaler im Heimspiel gegen Köniz einen Coup anvisieren. «Zu Hause haben wir in der Vergangenheit gegen Köniz gute Resultate erzielt», gibt sich der 32-Jährige optimistisch. Bei Punktegleichstand nach 22 Runden zählt die Tordifferenz, in der die Tigers zurzeit minimal, mit einem Tor, besser dastehen. Kann Simon Flühmann die Tigers noch in das Playoff schiessen?

1,4 Punkte pro Spiel

Dass Flühmann die Fähigkeiten dazu besitzt, steht ausser Frage. Der Zäziwiler befindet sich derzeit in der Skorerwertung der Liga auf Platz sieben, sammelte in 19 Spielen 14 Tore und 20 Assists. Lange dachte er, es sei keine gute Saison von ihm. «Die Geburt meines Sohnes vor drei Monaten verlieh mir aber einen Schub», erklärt die Nummer 88 der Emmentaler. In zwölf Saisons in der NLA kommt Flühmann in 298 Spielen auf sagenhafte 420 Skorerpunkte. «Ich gehörte bei den Junioren bereits zu den besseren Skorern, war aber nie in Auswahlen», erzählt er. Über die Jahre hinweg habe sich sein Spielstil ein wenig verändert. Früher erzielte Flühmann am liebsten jeden Treffer selbst, heute sieht er oftmals den besser postierten Mitspieler.

«Manchmal übertreibe ich es aber und spiele einen Pass zu viel», sagt der Liga-Topskorer der Saison 2015/2016 und lacht. Wie in einer Karriere eines Sportlers üblich, erlebte auch Flühmann eine weniger erfolgreiche Phase. Nach seiner Saison als Liga-Topskorer wechselte der gelernte Töffmechaniker im Sommer 2016 nach Schweden zu IBK Dalen. Dies, weil Flühmann mit einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Riga Ende Jahr geliebäugelt hat.

In Schweden lief es trotz guter Vorbereitung nicht wunschgemäss, wie der rechte Flügel der Tigers rückblickend sagt. Und dann, zwei Wochen vor der WM, teilte ihm Nati-Trainer David Jansson auch noch mit, dass er den letzten Cut nicht überstanden habe – eine grosse Enttäuschung für ihn. «Eine Welt brach für mich deswegen aber nicht zusammen.» Nach dem halbjährigen Gastspiel in Schweden kehrte Flühmann wieder zurück in die Schweiz, wo er munter weiter skorte.

Drei Titel im Palmarès

Die Juniorenstufen durchlief Flühmann bei Zäziwil (heute Tigers Langnau). Mangels Perspektiven spielte er anschliessend vier Saisons bei Grünenmatt und wechselte danach zu Wiler-Ersigen. «Ich wollte Titel gewinnen», erklärt Flühmann den damaligen Wechsel. Einen Meistertitel und einen Cupsieg holte er mit den Unteremmentalern.

Über Umwege führte sein Weg schliesslich wieder zu den Tigers, mit denen er letztes Jahr den Cup-Triumph feierte. Der Aussendienstmitarbeiter kann sich vorstellen, seine Karriere bei den Langnauern zu beenden. «Dafür muss aber kadermässig auf nächste Saison hin etwas passieren», sagt Flühmann, auf dem die Hoffnungen liegen, dass die Emmentaler das Playoff doch noch schaffen.

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