Routine entscheidet Derby

Rotweiss Thun bezwingt Herzogenbuchsee 29:23.

Thuns Regisseurin Kira Zumstein war mit sieben Treffern auch im Abschluss erfolgreich.

Thuns Regisseurin Kira Zumstein war mit sieben Treffern auch im Abschluss erfolgreich.

(Bild: Markus Grunder)

Nach zuletzt zwei ungenügenden Defensivleistungen legte Rotweiss-Coach Peter Bachmann sein Hauptaugenmerk im Derby auf die Defensive. Die Offensive funktionierte ebenfalls gut. Die Thunerinnen erhielten sechs Strafwürfe zugesprochen, ehe die Gäste erstmals vom Siebenmeterpunkt antreten konnten.

Herzogenbuchsee-Trainer Beat Flury stellte in der Folge seine Defensive offensiver ein. Sofort geriet der Angriffsschwung der Thunerinnen ins Stocken. Nicht zuletzt auch, weil von den Flügelpositionen zu wenig Gefahr ausging. «Hier haben wir derzeit noch Potenzial», räumte Bachmann ein. «Im Training klappen die Abschlüsse, doch im Match noch nicht.

Die Oberaargauerinnen verfügen über sieben Akteurinnen, die 20 Jahre alt oder jünger sind. Geführt werden sie von Sarah Baumgartner, der wendigen und trickreichen Regisseurin.

Zumstein führte Regie

Aufseiten der Thunerinnen dirigiert die 20-jährige Kira Zum­stein zwei international erfahrene, ältere Spielerinnen, welche für die Tore verantwortlich sind. Lucia Weibelova erfüllte ihren Part mit zwölf Treffern, derweil Laura Rotondo (3) zwar ebenfalls Verantwortung übernimmt, aber nicht immer den erfolgversprechendsten Wurf versucht.

Mitte der zweiten Hälfte wurde es nochmals spannend, als die Gäste bis auf 21:24 herankamen. Doch die Thunerinnen behielten die Ruhe, brachten mit Rebecca Wyer eine andere 20-jährige Regisseurin aufs Parkett, die zweimal abschloss und den alten Vorsprung wiederherstellte.

Trotz der Niederlage war auch Flury zufrieden. «Wir haben eine gute Leistung gezeigt, müssen aber konstanter werden. Uns fehlt noch die Routine.» In der Abstiegsrunde kann die gewonnene Erfahrung aus solchen Partien hilfreich sein. Die Thunerinnen dagegen werden in der Finalrunde noch zulegen müssen. Doch vorher spielen sie am Samstag in der Lachenhalle zum Abschluss der Qualifikation gegen das zweitplatzierte Zug.

Berner Zeitung

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