Zum Hauptinhalt springen

Per Hånberg: «Ich wache mit dem gleichen Bild auf»

Der SC Langenthal startet am Freitag in die Playoff-Viertelfinals gegen Kloten. Trainer Per Hånberg ist in Schweden zweimal aufgestiegen und weiss, was es braucht, um ein Champion zu sein.

Per Hånberg will sein Team zu Höchstleistungen antreiben. Foto: Marcel Bieri
Per Hånberg will sein Team zu Höchstleistungen antreiben. Foto: Marcel Bieri

In den letzten drei Spielen der Qualifikation konnte der SC Langenthal einiges an Selbstvertrauen aufbauen. Mit den Siegen gegen die Topteams Olten, Kloten und Ajoie haben die Oberaargauer kurz vor dem Start in die Playoffs ein deutliches Zeichen gesetzt. «Im Sport ist Selbstvertrauen wichtig. Aber Athleten müssen lernen, auch ohne Siege Selbstvertrauen zu haben», wägt Trainer Per Hånberg ab.

Dabei gebe es aber zweifellos keine Widerrede: Aktuell ist der SC Langenthal mental in einem Hoch, rechtzeitig vor dem Start in den Playoff-Viertelfinal, der am Freitagabend mit einem Heimspiel (19.45 Uhr) gegen Kloten beginnt. «Gerade auch individuell haben wir in diesen drei Spielen überzeugen können. Gemeinsam haben wir einen tollen Einsatz geleistet», sagt der Schwede.

Nach dem Tief im Dezember hätte dies kaum noch einer erwartet. Man habe aber gemeinsam die Auftritte analysiert und eine Lösung gefunden. «Wir waren damals nicht bereit, alles zu tun», sagt Hånberg. Und wenn man im Training beginnt, sich selbst, beispielsweise beim Verteidigen, zu betrügen, macht man das irgendwann im Spiel auch.» Deshalb habe er seine Worte hin und wieder auch laut äussern müssen. Der Fortschritt gibt dem 52-Jährigen zweifellos recht. Heute sagt er deshalb, ohne zu zweifeln: «Ich glaube an mein Team. Ich glaube, dass wir Grosses schaffen können.»

Kloten hat mehr Druck

Auf dem Weg dazu ist aber bereits die erste Hürde nicht zu unterschätzen. Rapperswil-Jona und die SCL Tigers erreichten nach ihrem Abstieg aus der NLA jeweils immerhin den Final, selbstredend will Kloten das auch erreichen. «Die Zürcher haben ein gutes Team. Aber ich denke, dass sie auch Druck verspüren. Mehr als wir», sagt der Schwede.

Dass der SCL ausserdem erst vor einer Woche gegen Kloten habe gewinnen können, sei ein Vorteil. Und zudem gab es zuletzt immer wieder Zeichen, die auf die aufsteigende Formstärke der Oberaargauer hindeuten. Langenthal hat sich im Po­werplay stark verbessert, die Spieler erfüllen die defensiven Aufgaben pflichtbewusst, und Torhüter Philip Wüthrich spielt überragend.

«Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Geheimnisse gibt, wie wir spielen. Aber es geht darum, dass wir zu fünft füreinander arbeiten. Vor allem in der Defensive», sagt Hånberg. Nicht ohne Grund lautet das wohl älteste Sprichwort: Spiele gewinnt man in der Offensive, Meistertitel in der Defensive.

Erinnerung fürs Leben

Per Hånberg weiss zweifellos, was dafür nötig ist. In Schweden hat er es zweimal geschafft, mit einem Team in die höchste Liga aufzusteigen. «Mir geht es nicht einmal um das Siegen per se. Sondern vielmehr um die Freude in den Gesichtern der Spieler», sagt er. Er wolle sehen, wie seine Mannschaft etwas erlebe, das ihr ein Leben lang in Erinnerung bleibe.

«Ich wache jeden Morgen mit dem gleichen Bild auf: Ich sehe die Stadt Langenthal, gefüllt mit Menschen in Gelb-Blau, die den Meistertitel feiern», verrät Hånberg. Bis dahin sei es aber noch ein langer Weg. «Mit der Unterstützung der Fans können wir gemeinsam etwas Tolles erschaffen.» Einen Playoff-Bart lasse er sich wohl aber nicht wachsen, diesen trage er, auch aus Liebe zu seiner Frau, lieber im Herzen als im Gesicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch