Wacker: Noch mehr Ungemach und noch mehr Punkte

Wacker Thun beklagt weitere Ausfälle und gewinnt gegen GC Amicitia 28:25.

Nicolas Suter führt Wacker zum Sieg.

Nicolas Suter führt Wacker zum Sieg.

(Bild: Markus Grunder)

Adrian Horn

Wer ist noch nicht, wer muss noch mal?

Wackers Verletzungspech: Es hält an. Nach der Länderspielpause fehlen mit Linkshänder Gabriel Felder und Keeper Marc Winkler zwei weitere Kräfte. Letzterer verspürte am Freitag während der Übungseinheit Knieschmerzen und fiel kurzfristig aus; die Diagnose wird in Bälde erwartet.

Mittun konnten gegen GC die genesenen Dario Lüthi und Nicolas Suter sowie die zuletzt im Training angeschlagenen Thomas Lanz und Ivan Wyttenbach. Mit dem aus Schaffhausen dazugestossenen Noah Haas präsentierten die Thuner einen neuen Akteur. Der 21-Jährige war etwas überraschend Teil der Startaufstellung. Der hünenhafte Aufbauer wirkte bei seinem Debüt unsicher und teils gar schüchtern.

Die Highlights des Spiels im Videozusammenschnitt. Quelle: Wacker Thun/wackerTV

Vorab durch seine beiden Tore aber deutete der Absolvent dreier Länderspiele an, ein Mann mit einer Menge Potenzial zu sein. Matchwinner waren beim 28:25-Sieg gegen die Zürcher Suter und Flavio Wick und damit Akteure, welche in den vorangegangenen Partien aus verschiedenen Gründen keine Rolle gespielt hatten. Rückkehrer Suter gefiel durch seine Agilität; Wick, zuletzt klar die Nummer 2, überzeugte mit einer Abwehrquote von 38 Prozent.

12 Zähler vereinen die Oberländer nach einem Drittel der Qualifikation, womit sie 3 Punkte hinter Spitzenreiter Pfadi Winterthur liegen. Angesichts all der Ausfälle ist das selbst für den Cupsieger eine vorzügliche Zwischenbilanz. Auf nationaler Ebene gewann Martin Rubins Mannschaft sieben ihrer letzten acht Spiele. Der Coach zeigte sich denn auch sehr zufrieden.

Die Aufholjagd

Gegen die zumindest auf einzelnen Positionen exzellent besetzten Zürcher machten die Hausherren vor 830 Zuschauern einen frühen 3-Tore-Rückstand wett. Und sie wahrten kühlen Kopf, als sie nach rund 40 Minuten auf einmal wieder im Hintertreffen lagen. Was Wacker darbot, war gewiss keine Gala, aber über die gesamte Spieldauer betrachtet sehr solide.

Nikola Marinovic im Best-Player-Interview. Quelle: Wacker Thun/wackerTV

Beim Gegenüber schlugen sich der einstige Thuner Jakub Szymanski und Albin Alili unter Wert, während Topskorer Max Dannmeyer nach Belieben traf. Rubins Equipe war die ausgewogenere der beiden, was in Anbetracht der Umstände bemerkenswert ist. Die ultimative Prüfung steht dem Rumpfteam am Samstag bevor: Da trifft es auf Schaffhausen.

Wacker: Wick; Holm (6), Dähler (3), Suter (5), Giovanelli (2), Lanz (4), Wyttenbach (4/2), Friedli, Lüthi, Simon Huwyler, Stefan Huwyler (1), Haas (2), Bouilloux (1).

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