Niederlage nach letzter Sekunde

Der BSV Bern verliert gegen die Kadetten in einem umkämpften Spiel 35:36.

Kein Durchkommen für Tobias Baumgartner (Mitte).

Kein Durchkommen für Tobias Baumgartner (Mitte).

(Bild: Andreas Blatter)

Marco Spycher

Auf der Anzeigetafel steht 60:00, BSV Bern 35, Kadetten Schaffhausen 35. Punkteteilung in der Mobiliar-Arena? Mitnichten! Denn nach einem Foulspiel von BSV-Spieler Nikola Isailovic kommen die Kadetten noch zu einem 7-Meter-Wurf.

Die Stimmung in der Arena ist elektrisierend, die Zuschauerinnen und Zuschauer erheben sich von ihren Sitzplätzen. Schütze Sebastian Frimmel steht bereit – und lässt sich nicht beeindrucken. BSV Bern 35, Kadetten Schaffhausen 36.

So stehen die Berner nach dem ersten Spiel nach der Nationalmannschaftspause mit hängenden Köpfen da. Topskorer Simon Getzmann versucht derweil, seine Mitspieler aufzubauen. Er sagt: «Gegen Schaffhausen muss alles stimmen, um zu gewinnen. Und heute hat immerhin vieles gestimmt.» Er behält recht damit.

Die Berner starteten besser, spielten effizient und schnörkellos. So hatten sie nach 13 Minuten einen 5-Tore-Vorsprung. Die Kadetten hingegen wirkten schläfrig, vielleicht, weil sie am Donnerstag noch in der Champions League im Einsatz waren. Zur Pause stand es 18:16, die Führung für das Heimteam hätte durchaus höher ausfallen können. Einige Konzentrationsfehler aufseiten des BSV verhinderten dies allerdings.

Auch in der zweiten Halbzeit behielten die Berner lange die Oberhand. Doch in der 44. Minute gelang dem Zweitplatzierten der Ausgleich – und er ging eine Minute später erstmals in Führung. Es folgte eine spannende Schlussphase, der Match hätte auf beide Seiten kippen können. Am Ende waren es aber die Kadetten, die jubelten.

Selbstvertrauen gesammelt

Getzmann kommt mit der Niederlage klar, die Art und Weise, wie sie zustande kam, ärgere ihn aber schon. «Wir sind in einer Findungsphase. Wir wissen nicht genau, wo wir stehen», erzählt er. Der Auftritt gegen die Kadetten gibt dem Team von Aleksandar Stevic aber Mut. Edin Tatar wie auch Dominic Rosenberg haben ihre Qualitäten im Tor unter Beweis gestellt.

Mit Pedro Spinola (9 Tore) und Tobias Baumgartner (6 Tore) finden zuletzt verletzte Spieler zurück zu alter Stärke. «Auf diesem Auftritt lässt sich sicher aufbauen», hält Getzmann fest. «Jetzt gilt es, diese Leistung im nächsten Spiel zu bestätigen. Und dann gelingt es uns hoffentlich auch, zu punkten.» Am Donnerstag empfängt der BSV zu Hause den Tabellenführer Pfadi Winterthur.

BSV: Spinola (9), Getzmann (7), Baumgartner (6), Kaleb (5), Kaspar, Eggimann (je 2), Isailovic, Gerlich, Strahm, Freiberg (je 1).

BSV-Spieler Tobias Baumgartner im Interview. Quelle: BSV Bern

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