Münchenbuchsee jubelt völlig unerwartet

Die Frauen des Volleyballclubs Münchenbuchsee sind NLB-Meister.

Der Pokal ist eingetroffen: Das Team von Münchenbuchsee feiert den NLB-Meister-Titel. Foto: Facebook

Der Pokal ist eingetroffen: Das Team von Münchenbuchsee feiert den NLB-Meister-Titel. Foto: Facebook

Ein kurioser Meisterschaftsschluss hat sich in der NLB der Frauen ereignet. Münchenbuchsee gewann am Samstagnachmittag sein letztes Spiel gegen Züri Unterland mit 3:1.

Die Bernerinnen machten mit dem Zweiten der Qualifikation nach nervösem Beginn kurzen Prozess. So endete die Saison mit der Aufstiegsrunde für das Team von Christian Roth versöhnlich.

Doch es kam noch besser. Die Spielerinnen begaben sich nach der Partie gemeinsam ins Restaurant Altes Tramdepot in Bern, um die Saison bei einem Nachtessen ausklingen zu lassen. Kaum angekommen, traf unerwartete Kunde aus dem Kanton Basel-Landschaft ein.

Dort hatte der VB Therwil völlig unerwartet den Leader VBC Aadorf mit 3:0 geschlagen. Dabei hätte den deutlich favorisierten Aadorferinnen ein 3:2-Sieg zum Titel gereicht. «Wir waren nicht mehr zu bremsen, als wir erfuhren, dass wir zuoberst in der Tabelle stehen und nicht Aadorf», sagt Libera Vanessa Belli.

Nicht nur Münchenbuchsee hatte fest mit dem Triumph der Thurgauerinnen gerechnet. Auch Nora Willi weilte mit dem Pokal bereits im basel-landschaftlichen Therwil. Der Präsidentin von Swiss Volley blieb nach dem verblüffenden Ausgang nichts anders übrig, als mit der Trophäe unverzüglich nach Bern zu fahren.

Dort war die Feier der «Buchsi-Frauen» bereits in vollem Gang, als Willi mit dem Meisterpokal im Lokal eintraf. Auch von der Aufforderung der Geschäftsleitung, den Lärmpegel im Restaurant zu senken, liessen sich die B-Meisterinnen nicht aufhalten. «Die Pokalübergabe war ein tolles Erlebnis», erzählt Belli. Schliesslich zogen die Buchserinnen weiter. «Wir haben natürlich noch weiter ausgiebig gefeiert», verrät Belli.

Kein Aufstieg in die NLA

Für Münchenbuchsee war es bereits der zweite Meistertitel in der zweithöchsten Liga. 2017 war die Equipe direkt vom Aufstieg aus der 1. Liga zum NLB-Meister gestürmt. Trotz dem neuerlichen Coup will die Equipe, die aus routinierten und jungen Spielerinnen besteht, nicht in die NLA aufsteigen.

«Die Verfügbarkeit der Infrastruktur im Dorf wäre nicht ausreichend», sagt Benjamin Guazzini. Der Präsident verweist zudem auf die fehlenden finanziellen Mittel. Für die Clubführung und das Team war deshalb schon vor der Saison, dass ein Aufstieg keine Option ist.

Berner Zeitung

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