Mit Aebi auf Aufstiegskurs

Der FC Kirchberg hält sich in der Juragruppe der 2. Liga hartnäckig an der Spitze.

Trainer Niklaus Aebi hat in Kirchberg bereits verlängert. Foto: Urs Baumann

Trainer Niklaus Aebi hat in Kirchberg bereits verlängert. Foto: Urs Baumann

Peter Berger@PeterBerger67

Als der FC Kirchberg im vergangenen Sommer in die Juragruppe eingeteilt wurde, war die Ungewissheit gross. «Wir wussten nicht genau, was uns erwartet», sagt Daniel Schoder rückblickend. «Umso schöner und überraschender war es, dass wir als Leader in die Winterpause gingen», ergänzt der Präsident.

Trainer Niklaus Aebi findet den Wechsel in die Gruppe mit Gegnern wie Courgenay, Courtételle oder Courroux super. «Während Jahren hatten wir immer die gleichen Gegner, deshalb habe ich mich auf die Abwechslung gefreut.» Die langen Anfahrtswege sind für den Coach kein Hindernis.

«In 95 Minuten sind wir in Boncourt, so lange bräuchten wir auch, wenn wir zum Beispiel nach Meiringen müssten.» Die Befürchtung, dass die unbekannten Gegner die Fans nicht interessieren, ist nicht eingetroffen. Zu Beginn der Rückrunde verfolgten fast 500 Zuschauer die Partie gegen Aarberg (3:1).

«Da hatten wir auch noch unsere neue Terrasse beim Clubhaus eröffnet», hält Präsident Schoder fest. Trainer Aebi ergänzt: «Die Leute kommen aber auch, weil wir vorne mitspielen.» Zurzeit liegen die Kirchberger einen Zähler hinter Azzurri Biel auf dem zweiten Platz.

Aufstieg ist ein Thema

Trotz der guten Ausgangslage hat die Clubführung die Ziele nicht angepasst. «Die Jungs sprechen schon vom Aufstieg, Priorität geniesst dieser aber nicht», sagt Aebi. Die Emmentaler verfügen bereits über Erfahrung in der 2. Liga interregional. Nach dem erstmaligen Aufstieg in der Clubgeschichte 2015 musste das Team aber ein Jahr später gleich wieder absteigen.

Präsident Schoder war damals noch Assistenztrainer, er weiss: «Wir wissen, wie man aufsteigt. Derzeit stimmt die Mischung aus routinierten und jungen Spielern im Team. Aber sollten wir aufsteigen, müssten wir realistisch bleiben. Oben zu bleiben, würde sehr schwierig.»

Coach Aebi, der mit Assistent Hans Tschannen im Winter während des Trainingslagers auf Malta bereits für nächste Saison verlängert hat, wird noch deutlicher: «Über eine ganze Saison hätte die aktuelle Mannschaft eine Liga höher keine Chance.»

Kein Bargeld

Sowohl für Aebi als auch für Schoder ist indes klar: Kirchberg soll ein Dorfclub bleiben. «Wir ändern unsere Strategie nicht. Bargeld erhält kein Spieler», sagt Schoder. Zwar könne etwa ein junger Akteur in Ausbildung bei Bedarf einen Zustupf ans Trainingslager erhalten, aber mehr als einen Gutschein für ein Paar Fussballschuhe gebe es für keinen. «Eine Entlöhnung könnte ich nicht verantworten», betont Schoder – auch bei einem Aufstieg nicht.

Berner Zeitung

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