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Lyss bleibt seiner Linie treu

Der SC Lyss wird nach dem Aufstieg in die MSL nicht mehr Geld ausgeben als aktuell. Die Seeländer sind zuversichtlich, dass sie auch in der höchsten Amateurspielklasse mithalten können.

Die Spieler des SC Lyss freuen sich über den Aufstieg in die MSL.
Die Spieler des SC Lyss freuen sich über den Aufstieg in die MSL.
Daniel Teuscher

Das Ziel ist erreicht. Nach dem 4:3-Erfolg am Dienstagabend gegen Franches-Montagnes jubelten die Spieler der Seeländer ausgelassen. Als Playoff-Sieger der 1.-Liga-Westgruppe konnten sie die Promotion in die MSL feiern.

Lyss ist ab der nächsten Saison Mitglied der höchsten Amateurspielklasse. Und damit in einer Liga angelangt, in die es nach Meinung vieler schon vor zwei Jahren hingehört hätte.

Aufwand bleibt gleich

Die damalige Clubführung hatte darauf verzichtet, an der seinerzeit neu gegründeten MSL teilzunehmen, obwohl man die sportlichen Kriterien dafür erfüllt hätte. Mittlerweile wird aber auch in der 1. Liga überregional in zwei Gruppen (Ost und West) gespielt, Lyss musste in dieser Saison beispielsweise nach Genf und ins Saastal reisen. «Es ist kein grosser Unterschied mehr, wo man spielt», sagt Mathias Müller, der mittlerweile in Lyss Präsident ist.

«In der MSL gibt es fast mehr Mannschaften in der näheren Umgebung als in der 1. Liga», sagt er und denkt an Teams wie Wiki-Münsingen, Thun, Düdingen und Huttwil. Mindestens 7 der 16 Auswärtspartien werden die Seeländer gegen diese Kontrahenten bestreiten.

Das Vereinsbudget, das etwa eine halbe Million Franken beträgt, muss daher nicht erhöht werden. Auch in der MSL werden den Spielern nur geringe Entschädigungen ausbezahlt; Lyss bleibt seiner Linie treu und verzichtet darauf, Akteure mit finanziellen Anreizen zu ködern.

Im Seeland ist man überzeugt, dass man in der MSL mithalten kann. Lyss gehörte wie Wiki-Münsingen und Thun einst zu den führenden Teams in der 1. Liga Zentralschweiz. An diesen Mannschaften orientiert sich der Verein. «Es sollte möglich sein, ein ähnliches Niveau wie Wiki und Thun zu erreichen», sagt Müller.

Die Aaretaler erreichten als Sechste, die Oberländer als Siebte in dieser Saison souverän die Playoffs. Attraktiver wird Lyss als MSL-Equipe für junge Spieler aus Elite-Junioren-Mannschaften, die den Sprung in den Profibereich nicht schaffen.

Der neue Trainer Serge Meyer, der Patrick Glanzmann ablöst, ist aktuell noch im Bieler Nachwuchs tätig. Mit dem früheren Profi dürften die Verbindungen zum Seeländer NLA-Club noch enger werden.

Wenige Veränderungen

In der Zusammensetzung der Mannschaft wird es nach dem Aufstieg keine allzu grossen Veränderungen geben. Spieler, die in Erwägung zogen, aus beruflichen oder familiären Gründen kürzerzutreten, laufen nun vielleicht doch weiter für Lyss auf. «Ich habe bemerkt, wie sehr sich alle von der Stimmung nach dem Sieg am Dienstag mitreissen liessen», sagt Müller.

«Der eine oder andere überlegt sich nun, ob er jetzt wirklich das Team verlassen will.» Dies treffe etwa auf Bruno Blatter (32) zu, der für die Seeländer, Zuchwil und Burgdorf total 13 Jahre in der 1. Liga gespielt hat. Er könnte nun seine Karriere in der MSL abschliessen.

Die laufende Saison ist noch nicht fertig. Ab dem 20. März spielt Lyss in einer Best-of-5-Serie gegen Arosa oder Wetzikon um den Schweizer 1.-Liga-Meister-Titel. Weil in der Seelandhalle kein Eis mehr zur Verfügung steht, werden die Heimspiele in Zuchwil ausgetragen. «Diesen Titel wollen wir auch noch holen», sagt Müller. Dann könnte ein zweites Mal gefeiert werden.

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