Krönung eines fantastischen Herbstes

Joey Hadorn erreicht im Orientierungslauf-Gesamtweltcup den zweiten Rang.

Reitet auf der «Erfolgswelle»: Joey Hadorn.

Reitet auf der «Erfolgswelle»: Joey Hadorn.

(Bild: Nicole Philippe)

Der 22-Jährige aus Fahrni bei Thun spricht von «einem unglaublichen Herbst». Begonnen hat die «Erfolgswelle» für Joey Hadorn mit dem ersten Weltcupsieg beim Heimrennen in Laufen Anfang Oktober. Und die Absicht, die «tolle Form weiterzunutzen», glückte «zur vollen Befriedigung». Der dreifache Junioren-Weltmeister von 2016 glänzte auch beim Weltcupfinal im Guangdong, China.

Im Mitteldistanz-Rennen lief er auf Rang 2, geschlagen einzig vom souveränen Weltcupsieger Gustav Bergmann (SWE). «Ich konnte mein Vorhaben wie geplant und geträumt umsetzen», sagte Hadorn danach strahlend. Davon ausgegangen war er nicht bei seinem ersten Start ausserhalb Europas und «unter ganz anderen Dimensionen». Einen «unglaublichen Stolz» empfand er.

Hadorn hielt die Konzentration hoch. Erstmals überhaupt wurde er für die Equipe Schweiz 1 nominiert – die Mixed-Sprint-Staffel. Einen Sieg lan­dete er zusammen mit Simona Aebersold, Matthias Kyburz und Elena Roos. Und vor dem Weltcupschlussrennen, dem Sprint, fühlte er sich «so nervös wie noch nie». Es boten sich Perspektiven.

Hinter Leader Bergmann und dem norwegischen Langdistanz-Idol Olaf Lundanes startete er als Dritter des Weltcupzwischenklassements. Und weil der Nordländer die Reise nach China nicht mitmachte, bot sich gar die Aussicht auf Rang 2. Allerdings sass ihm Routinier und Sechsfach-Gesamtweltcupsieger Daniel Hubmann dicht im Nacken.

Auch Aebersold Zweite

Hadorn erwischte einen mässigen Start. In den ungewohnt engen, verwinkelten Strässchen und Gässchen kam er nicht wunschgemäss auf Touren. Schlussrang 15 resultierte. Hadorn stiess dank der dennoch gewonnenen Punkte auf Schlussrang 2 vor. «Grossartig, dieser Saisonschluss sorgt für einen Motivationsschub für nächstes Jahr», sagte er. Die (Sprint-)Weltmeisterschaften in Dänemark im Juli hat er sich zum Ziel gesetzt. Eine Elite-WM-Premiere mit Topresultaten soll es werden. Doch jetzt stehen vorerst Ferien und eine Trainingspause an.

Bereits auf höchster Ebene profiliert hat sich an der diesjährigen (Wald-)WM die erst 21-jährige Simona Aebersold aus Brügg. Als dreifache Medaillengewinnerin konnte sie sich feiern lassen. Und auch sie überzeugte nochmals.

Im letzten Rennen musste sie sich einzig der Chinesin Shuangyan Hao um 10 Sekunden geschlagen geben. Durch dieses Topergebnis stiess sie im Weltcup auf Schlussrang 2 vor, hinter der hochüberlegenen Tove Alexandersson (SWE).

Berner Zeitung

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