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«Ich weiss selber nicht, wie ich den Titel werten soll»

Die Bernerin Zina Barhoumi (23) ist erstmals Schweizer Meisterin im Radquer. Aber der Titel hat einen Makel.

Zina Barhoumi feiert ihren Meistertitel.
Zina Barhoumi feiert ihren Meistertitel.
radsportphoto.net

Zina Barhoumi, ist der Meistertitel Ihr bisher grösster Erfolg?

Ja, bestimmt. Schliesslich habe ich vorher noch nie etwas gewonnen.

Hat die Goldmedaille nicht einen Schönheitsfehler?

Doch. Ich freue mich zwar riesig, aber es ist irgendwie merk­würdig. Denn ich war nicht die Schnellste in diesem Rennen, bei dem Elite- und U-23-Kategorie gemeinsam gestartet sind. Drei U-23-Fahrerinnen kamen vor mir ins Ziel, das macht die Sache schon ziemlich speziell.

Zudem zählte das Elite-Feld bloss vier Fahrerinnen.

Ja, und eigentlich müssten es mindestens fünf sein, damit der Titel vergeben werden kann. Aber weil die Frauenkategorien im Schweizer Radquer gefördert werden sollen, wurde eine Ausnahme gemacht. Im Detail kenne ich die Beweggründe und Regelungen des Verbandes nicht. Die Resultate sind auf jeden Fall regulär. Doch ehrlich gesagt weiss ich selber nicht, wie ich den Titel werten soll.

Er gehört jetzt zu Ihrem Palmarès, und Sie fahren mindestens ein Jahr lang mit dem Schweizer Kreuz auf dem Trikot.

Genau, und das stellt mich vor ein Problem. Da ich ein eigenes Team bilde, liess ich diese Saison auch eigene Kleider anfertigen. Nun muss ich auf meine Kosten ein neues Set mit dem Schweizer Kreuz und meinen Sponsoren darauf machen lassen. Starte ich weiterhin mit den alten Kleidern, werde ich gebüsst.

Wie sieht denn Ihr weiteres Programm aus?

Am Sonntag fahre ich ein Weltcuprennen in Frankreich, danach folgt ein weiteres in Holland.

Und zum Abschluss folgt Anfang Februar die Heim-WM?

Sofern ich selektioniert werde, möchte ich in Dübendorf einfach ein gutes Rennen zeigen. Danach benötige ich eine Pause. Denn nach dem guten Saisonstart bekundete ich zuletzt Mühe. Mir fehlt die Spritzigkeit. Ich fühle mich mental müde.

Wie sieht die Zukunft aus?

Nächstes Jahr gibt es erheblich mehr Weltcuprennen. Als Einzel-Team kann ich das nicht be­wältigen. Ich muss schauen, ob ich allenfalls in einem ausländischen Team mitfahren kann.

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