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Gedanken an Aufstieg und Sorge um Abstieg

Drei Berner Teams mischen in der Nationalliga B der Frauen mit. Während Köniz und Münchenbuchsee zu den Spitzenclubs gehören, kämpft Aufsteiger Muri Bern um den Ligaerhalt.

Die Könizerin Chiara Montani (rechts) smasht den Ball an Tanja Fiechter von Münchenbuchsee vorbei.
Die Könizerin Chiara Montani (rechts) smasht den Ball an Tanja Fiechter von Münchenbuchsee vorbei.
Manuel Lopez

Nicht nur der Samichlaus verteilte im Berner Derby zwischen Köniz und Münchenbuchsee fleissig Geschenke. Die erfahrenen Buchserinnen leisteten sich viele unnötige Fehler und haben das Spitzenspiel gegen die Könizerinnen mit 0:3 Sätzen verloren. Mit wuchtigen Angriffen und guter Verteidigungsarbeit hielt Köniz den Gast über die ganze Partie hinweg in Schach.

«Die Niederlage ist verdient, wir haben im ganzen Spiel nicht die gewünschte Leistung erbringen können», sagte Münchenbuchsee-Trainer Christian Roth. Die Langzeitverletzte Céline Ackermann, die eigentlich das Team von Köniz als Captain anführt, analysierte den Sieg so: «Alles, was wir im Training angeschaut haben, konnten wir umsetzen.» Mit diesem Prestigesieg führt der langjährige NLA-Club erstmals in dieser Meisterschaft die Tabelle an.

2018 stieg Edelline Köniz aus finanziellen Gründen freiwillig aus der höchsten Liga ab. Nun sei gemäss Präsident Thomas Gygax der Verein wieder gesund. «Wir sind schuldenfrei. Das Ziel ist, dass wir den besten Nachwuchs in der Region haben.» Intern sei der Vorstand am Diskutieren, wann der Wiederaufstieg angestrebt werden soll.

«Da gibt es verschiedene Meinungen», erklärt Gygax. Aktuell läuft es sportlich bereits wieder sehr gut, aber Köniz werde nun noch nicht alles daransetzen, um schon dieses Jahr aufzusteigen. Die junge Equipe mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren hat laut Céline Ackermann noch Zeit. «Diese Saison wollen wir Erfahrungen sammeln. Hoffentlich bleiben wir als Team zusammen, und irgendwann wollen alle NLA spielen.»

Aufstieg kein Thema

Der VBC Münchenbuchsee liegt nach zehn Runden mit 18 Punkten auf Rang vier. Die Buchserinnen verzichteten trotz NLB-Titel auf den Wechsel in die höchste Liga. «Wir könnten einen Aufstieg finanziell und strukturell nicht stemmen», sagt Trainer Christian Roth. Auch wenn der Club den Titel diese Saison verteidigen würde, kommt ein Ligawechsel nicht infrage. «Trotzdem wollen wir ganz vorne mitspielen in der NLB», nennt Roth das diesjährige Ziel.

Am anderen Tabellenende klebt mit Volley Muri das dritte und letzte Berner Team, das momentan fünf Punkte auf dem Konto hat. Für den Aufsteiger bleibt der Ligaerhalt das Ziel. «Der Modus mit der Abstiegsrunde lässt dies auch zu», erklärt Trainer Daniel Hostettler. Von Swiss Volley sei aber noch nicht kommuniziert worden, wie viele Teams schlussendlich absteigen werden. Klar ist nur, dass die NLB verkleinert wird, deshalb wird es für Muri Bern umso schwieriger, die Liga zu halten.

Die Tabellensituation sei laut Hostettler vor allem an einer Sache festzumachen. «Uns fehlt die Konstanz», sagt der Trainer. Der bislang einzige Sieg konnte nämlich ausgerechnet gegen Therwil eingefahren werden, die bis zum letzten Spieltag noch vor Köniz den ersten Platz innehatten. Was ein möglicher Abstieg zu bedeuten hätte, kann gemäss Hostettler noch nicht prognostiziert werden. «Wahrscheinlich wäre ein direkter Wiederaufstieg kein Thema, da das Team wohl nicht mehr in dieser Konstellation spielen würde», sagt der Trainer von Muri Bern.

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