Zum Hauptinhalt springen

FC Lerchenfeld: Frisches Herzblut

Die Aufholjagd des FC Lerchenfeld geht weiter. Der scheidende Trainer Bruno Feller will das Team der komplett neuen Führung in der 2. Liga inter übergeben.

Trainer Bruno Feller will den FC Lerchenfeld auch in der Tabelle noch nach vorne bringen.
Trainer Bruno Feller will den FC Lerchenfeld auch in der Tabelle noch nach vorne bringen.
Walter Dietrich

Mickrige fünf Punkte hatte Lerchenfeld in der Vorrunde in 13 Spielen geholt. Das sieht jetzt ganz anders aus: 2019 resultierten in drei Spielen neun Zähler. Lerchenfeld liegt damit immer noch an vorletzter Stelle, allerdings nur noch einen Zähler hinter dem rettenden 11. Platz.

«Wir haben einen Lauf und zwingen das Glück auf unsere Seite», sagt Bruno Feller. «Jetzt glauben wir an den Ligaerhalt und haben eine gute Stimmung in der Mannschaft», nennt der Trainer weitere Gründe für den Aufschwung.

Cerrone hilft aus

Beim 2:0 über Binningen war der FCL überlegen. Allein Captain Patrick Gerber hätte dafür sorgen können, dass der Sieg deutlicher ausgefallen wäre. Er profitierte bei den Chancen mehrmals von der Vorarbeit seines Sturmkollegen Ardit Zenuni.

Der 26-jährige Thuner ist in der Winterpause von Prishtina gekommen. Zenuni kann vorne die Bälle halten und verteilen. Sein Pendant in der Defensive ist Pascal Cerrone. Der Assistenztrainer von Marc Schneider beim FC Thun spielte zuvor bei den Lerchenfelder Senioren.

Für die Rückrunde hilft der ehemalige Super-League-Profi (Thun, St. Gallen, Vaduz) im Fanionteam aus, sofern es sein Zeitplan zulässt. «Mit Cerrone und Zenuni verfügen wir nun über die Erfahrung, die uns in der Vorrunde gefehlt hat», lobt Feller die Zuzüge.

Der 61-jährige Trainer gibt sein Amt Ende Saison ab. «Sieben Jahre sind genug», sagt er. Nach den zehn Jahren in Dürrenast soll seine Zeit auch bei Lerchenfeld «ohne Abstieg» enden.

Der Nachfolger ist mit dem 29-jährigen Daniel Klossner, der aktuell Wattenwil betreut, bereits bekannt. Mit Feller, der die Karriere voraussichtlich beendet, geht Ende Saison auch Assistent Marcel Born. Er wird durch Andreas Kiener (29) ersetzt.

Neue Führung

Noch mehr Wechsel als im Trainerstab wird der FC Lerchenfeld im Sommer in der Clubführung erleben. Matthias Kocher (Präsident), Manuel Jenni (Vizepräsident) und Claudio Schneider (Sportchef) heisst das neue Trio.

«Alles eigene Leute mit viel Herzblut für unseren Club», freut sich Geschäftsführer Charles Giger. Schon vor einem Jahr wollte der amtierende Präsident Mathias Kohler sein Amt abgeben, bloss liess sich damals noch kein Nachfolger finden.

«Früher wurde uns ermöglicht, hier Fussball zu spielen. Jetzt haben wir gemerkt, dass es an unserer Generation liegt, selber am Rad zu drehen und das Ganze am Laufen zu halten», begründet Kocher sein Einsteigen.

Um sich voll auf die neuen Aufgaben konzentrieren zu können, gibt der 43-jährige designierte Präsident seinen Posten als Torhütertrainer Ende Saison ab, auch Vizepräsident Jenni hört als Trainer der 3.-Liga-Equipe auf.

Alle «Neuen» hoffen, dass es in der 2. Liga interregional weitergeht. «Die Liga ist zwar für Zuschauer nicht attraktiv», gesteht Geschäftsführer Giger und verweist darauf, dass man sechsmal gegen in der Region unbekannte Basler Teams antrete. «Doch sportlich ist das Niveau höher als in der regionalen Zweitliga. Deshalb wäre ein Abstieg schade», sagt Giger.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch