«Es war der richtige Entscheid»

Der SC Langenthal spielt heute Freitag gegen Winterthur und damit gegen Silvan Hess, den der SCL an die Zürcher ausgeliehen hat.

Silvan Hess spielt derzeit in Weiss-Rot statt in Gelb-Blau.

Silvan Hess spielt derzeit in Weiss-Rot statt in Gelb-Blau.

(Bild: Leroy Ryser)

Silvan Hess hat beim SC Langenthal einen schwierigen Saisonstart erlebt. Meist war der 21-Jährige nur als 13. Angreifer im Einsatz und kam zu wenig Eiszeit. Ende Oktober wurde er deshalb nach Winterthur ausgeliehen, wo er mittlerweile weit mehr spielen kann und auch Verantwortung von Trainer Michel Zeiter erhält. «Ich fühle mich sehr wohl in Winterthur – und die neue Rolle tut mir gut», sagt Hess.

Es sei zwar nicht gleich wie beim SCL, erst einmal müsse man sich an die zahlreichen Niederlagen gewöhnen. Die Stimmung im Team sei aber trotzdem sehr gut, ausserdem sei er gut aufgenommen worden und profitiere damit durchaus von der Luftveränderung. «Ich kann auch im Boxplay spielen und spüre, dass sich durch die zusätzliche Eiszeit mein Selbstvertrauen wieder gebessert hat», erklärt Hess weiter.

Im Team fühle er sich zudem wohl, oft ginge er mit seinen neuen Teamkameraden abends aus, um zu essen – alles in allem könne er deshalb sagen: «Es war der richtige Entscheid, den Weg nach Winterthur anzutreten. Für meine Zukunft hat sich das gelohnt.»

Optionen sind vorhanden

Diese steht derweil noch in den Sternen. Klar ist einzig, dass Hess auf die Playoffs hin zum SCL zurückkehren wird. Zum Ende der aktuell laufenden Spielzeit wird sein Vertrag jedoch auslaufen. «Ich würde gerne definitiv zurückkehren. Das ist meine Heimat», sagt der Stürmer. Entsprechend sei er oft mit Sportchef Marc Eichmann in Kontakt, der sich gut um ihn kümmere. «Ich habe gesehen, dass ich in der Swiss League mithalten kann. Ich möchte auch in der nächsten Saison hier spielen», sagt er.

Zugleich wolle er aber nicht in ein Team wechseln, bei dem er nur als 13. Stürmer eingeplant ist, auch wolle er sich nicht nur eine einzelne Option offenhalten, die sich schliesslich auch zerschlagen könnte. «Es gibt auch Kontakte zu anderen Teams. Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in der nächsten Saison auf Profiniveau spielen kann», sagt Hess und deutet Vertragsverhandlungen an, aus denen ein konkretes Angebot entstehen könnte.

Mit Extramotivation

Viel mehr liegt aber der Fokus auf der Aktualität. Immerhin spielt er heute gegen seinen Heimatverein. «Das ist schon speziell für mich. Das war es auch schon bei der ersten Begegnung», lässt er verlauten. Nur zu gerne würde er dieses Duell für sich entscheiden und sagt, dass mit Winterthur zu rechnen sei. «Unser grösstes Problem ist, dass wir Aussetzer haben, die uns den Sieg kosten. Ohne solche Situationen können wir mithalten – und dann ist es auch gegen uns schwierig, zu gewinnen», sagt Hess.

Trotzdem wird Langenthal zum Siegen verpflichtet sein. Gegen Winterthur resultierte bisher in allen 15 Spielen ein Sieg, zudem stehen die Zürcher derzeit auf dem zweitletzten Rang.

Langenthaler Tagblatt

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