Erfolgreiche Premiere, aufgeschobene Derniere

In Thun wurden am Samstag Ausscheidungskämpfe zu den diesjährigen Schweizermeisterschaften im Boxen ausgetragen.

Technisch überlegen, deckt Andri Beiner (rechts) seinen Gegner mit Schlägen ein.

(Bild: Markus Grunder)

Heimspiel für die Thuner. Als Veranstalter hatten die Mitglieder des Boxteams Thun Oberland für die SM-Qualifikation die kürzeste Anreise. Zum Einsatz kam dann aber nur einer. Andri Beiner setzte sich im Viertelfinal gegen den Tessiner Joel Sisa de los Santos nach Punkten klar durch. Sichtlich gelöst nahm der 18-Jährige das Verdikt zur Kenntnis.

«Die letzen Wochen verliefen nicht nach Plan», erklärt er. Grippe und Erkältung setzen der Nachwuchshoffnung zu, «dementsprechend war ich vor dem heutigen Kampf sehr nervös». Hinzu kam, dass Beiner erstmals in der Elitekategorie starten durfte. Gekämpft wird da ab sofort ohne Schutzhelm. Nun ist Andri Beiner aber das grösste Talent im Schweizer Boxsport, und somit sind die Ambitionen hoch. Am kommenden Wochenende strebt der Debütant in Locarno den Schweizer-Meister-Titel bis 69 Kilogramm an. 

Für Beiner ist die Elite-SM die Premiere, für Nicole von Känel werden es die letzten nationalen Titelkämpfe sein. Die 40-Jährige hat das erlaubte Maximalalter erreicht und wird Ende Jahr zurücktreten müssen. «Es ist natürlich unschön, wenn man den Zeitpunkt des Rücktritts nicht selber bestimmen darf. Aber so sind die Regeln», sagt von Känel. In Thun durfte sie übrigens auch nicht antreten. Sämtliche vier Teilnehmerinnen ihrer Kategorie sind direkt für die Halbfinals qualifiziert.

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