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«Eine misslungene Saison»

Die Tigers Langnau verlieren im Berner Unihockey-Derby zu Hause gegen Floorball Köniz 8:10. Damit müssen die Emmentaler den Gang in das Playout antreten.

Fabian Aebischer
Grosse Ernüchterung bei den Tigers. Foto: Stefan Wermuth
Grosse Ernüchterung bei den Tigers. Foto: Stefan Wermuth

Geknickte Langnauer auf und neben dem Spielfeld. Trotz irrer Aufholjagd im letzten Drittel verloren die Emmentaler einen wahrhaften Krimi gegen Floorball Köniz 8:10. Damit verfehlen die Tigers das Playoff und verpassen nach dem verlorenen ­Cuphalbfinal auch ihr zweites Saisonziel. «Deswegen ist es eine misslungene Saison», zieht Trainer Matthias Gafner ein erstes Fazit. «Die Enttäuschung ist riesig», konstatiert Tigers-Captain Stefan Siegenthaler.

Stellvertretende Niederlage

Sowohl für Captain Siegenthaler als auch für Trainer Gafner war die Niederlage im Berner Derby sinnbildlich für die ganze Saison. Zwischenzeitlich führten die Langnauer mit 2:0. Ein ver­wandelter Penalty des Könizers Yann Ruh in der 25. Minute brachte die Tigers völlig aus dem Konzept, denn 13 Minuten später stand auf der Anzeigetafel 3:8 für die Gäste! «Nicht zum ersten Mal verloren wir total den Faden», sagt Gafner. Gründe dafür sucht Siegenthaler: «Im mentalen Bereich sehe ich Probleme – bei einem Gegentreffer hinterfragen wir zu viel. Das wirkt sich auf das ganze Team aus.»

Im letzten Drittel bewiesen die Emmentaler grosse Moral. Obwohl den Könizern zunächst ein weiterer Treffer gelang, kombinierten sich die Langnauer anschliessend durch die Abwehrreihe der Vorstädter. «Wir hatten nichts mehr zu verlieren, vielleicht deswegen funktionierte es wieder», sagt Gafner. In der53. Minute erzielte Christian Beer den Anschlusstreffer zum 8:9. Die unglaubliche Wende sahen die 338 Zuschauer aber nicht, ein Empty Netter von Reto Baumann nahm letztlich die Spannung aus dem Spiel heraus.

«Wir wissen, dass wir nicht heute das Playoff verspielt haben», sagt Siegen­thaler und fügt an: «Über die ganze Qualifikation hinweg fehlte uns schlicht die Konstanz.» Zeit zum Hadern liegt laut Siegenthaler nicht drin. «Jetzt wollen wir auf schnellstem Weg den Ligaerhalt sichern.»

Rang drei ergattern

Im gegnerischen Lager nimmt man die drei Punkte gern mit. Doppeltorschütze Silvan Bolliger spricht dabei von einem «crazy Match», wie immer in Biglen, seit er bei Köniz spiele. Eine Runde vor Schluss liegt Köniz auf dem vierten Rang – punktgleich mit dem drittplatzierten Malans.

Die Bündner weisen derzeit um ein Tor die bessere Tordifferenz auf. Die Könizer bestreiten ihr letztes Spiel zu Hause gegen das achtplatzierte Chur, während die Alligatoren aus Malans beim zweitrangierten GC spielen. «Der Gegner im Playoff ist mir egal», sagt Captain Stefan Castrischer. Dennoch bleibe Rang drei das Ziel.

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