Ein Remis als gutes Zeichen

Der von Verletzungen geschwächte BSV Bern hat gegen Leader Pfadi Winterthur 30:30 remis gespielt.

Marco Strahm erzielt den 30:30-Ausgleichstreffer.

Marco Strahm erzielt den 30:30-Ausgleichstreffer.

(Bild: Andreas Blatter)

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit forderte Luca Mühlemann die Berner Handballfans zu verstärkter Unterstützung seines Teams auf. Der BSV Bern war nach der Pause gut gestartet, nun sollte der Funke auch auf die Zuschauerplätze überspringen.

Und es herrschte danach in der Tat mehr Stimmung in der mit 861 Zuschauer knapp halb gefüllten Ballsporthalle. Ein Sieg gegen Leader Pfadi Winterthur war in den Bereich des Möglichen geraten. Die Berner führten zeitweise mit drei Toren Differenz, gerieten dann mit zwei Treffern in Rückstand, um am Ende einen Punkt zu holen. Das 30:30-Remis entsprach den gezeigten Leistungen.

Zwei aberkannte Treffer

Die Berner müssen nach wie vor ohne Pedro Spinola, Matthias Gerlich, Thomas Heer, Sebastian Schneeberger und Max Freiberg auskommen. Auch in der nächsten Woche wird keiner von ihnen zurückkommen, die Auswärtspartie gegen Kadetten Schaffhausen am nächsten Donnerstag wird mit der gleichen Besetzung wie am Donnerstag über die Bühne gehen müssen. Unter diesen Umständen verkauft sich das Team von Trainer Aleksandar Stevic derzeit gut.

Ein grosses Spektakel kann es nicht abliefern, aber sehr wohl Leistungen zeigen, die gegen Spitzenteams zu Punkten reichen. Durch Tobias Baumgartners Fliegertreffer – eines der Highlights der Partie – ging der BSV 12:11 in Führung und vergab in der zweiten Halbzeit gar die Möglichkeit, den Gegner entscheidend zu distanzieren, dies gelang jedoch wegen technischer Fehler nicht. «Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden», sagte Trainer Stevic. «Nach der Pause hat es dann mehr Fehler gegeben, was aber mit der Müdigkeit einzelner Spieler zu erklären ist.»

Viele Wechselmöglichkeiten besitzt der BSV-Coach wegen der vielen Verletzten derzeit nicht. Und trotzdem hätten die Gastgeber das Spiel beinahe noch gewonnen. In den Schlusssekunden wurden gleich zwei vermeintliche Siegtore aberkannt. Jakub Szymanski hatte ins leere Tor getroffen; aber den Freiwurf am falschen Ort ausgeführt. Bei Luca Mühlemanns Wurf ins gegnerische Tor hatten die Schiedsrichter zuvor bereits wegen eines Fouls das Spiel unterbrochen.

Striffelers Rekord

Nur kurz zum Einsatz kam Valentin Striffeler. Der Linkshänder bestritt am Donnerstag sein 269. Spiel für den BSV und hat so den bisherigen Rekordhalter Stefan Lanker überholt, der 1991 seine Karriere beendet hatte. Striffeler, der nie für einen anderen Verein gespielt hat, wird Ende Saison ebenfalls abtreten. Vielleicht kommt er noch in Playoff-Viertelfinal-Derbys gegen Wacker Thun zum Einsatz. Die beiden Berner Teams, Suhr und St. Otmar St. Gallen machen die Ränge 3 bis 6 unter sich aus. Sind der BSV und Wacker Dritte und Sechste oder Vierte und Fünfte, spielen sie ab dem 16. April gegeneinander.

Berner Zeitung

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