Die Vorteile liegen wieder bei Spiez

Der FC Spiez hat in der 2. Liga Italiana mit dem 3:0 zurückgebunden. Weil Muri-Gümligen zudem verlor, sind die Oberländer vier Runden vor Schluss wieder alleiniger Leader.

Der Spiezer Andreas Buri umkurvt Italiana-Goalie Malik Hashim und wird gleich einnetzen. Foto: Daniel Teuscher

Der Spiezer Andreas Buri umkurvt Italiana-Goalie Malik Hashim und wird gleich einnetzen. Foto: Daniel Teuscher

Peter Berger@PeterBerger67

Nach dem furiosen Rückrundenstart mit fünf Siegen in Folge war Italiana dem Spitzenduo Muri-Gümligen und Spiez in der2. Liga, Gruppe 1, immer näher gerückt. Peter Kobel hielt deshalb fest: «Ich rechne mit einem Dreikampf.»

Nun hat der Trainer mit Spiez gleich selber dafür gesorgt, dass seine Worte keine Gültigkeit mehr haben. Die Oberländer bezwangen Italiana mit 3:0. Damit liegen die Stadtberner vier Runden vor Schluss nun neun Punkte hinter Spiez.

Drei Tore innerhalb von acht Minuten hatten nach der Pause für die Entscheidung gesorgt. Der von Allmendingen gekommene Stefan Bühler zeichnete sich dabei als Doppeltorschütze aus. Mit vierzehn Saisontoren ist der Stürmer der treffsicherste Spiezer. Das 2:0 hatte Routinier Andreas Buri erzielt.

Weil gleichzeitig das zuvor punktgleiche Muri-Gümligen gegen Breitenrain 0:1 verlor, liegen die Oberländer nun wieder allein vorne. Bleibt diese Konstellation bis zum direkten Duell in der letzten Runde bestehen, würde Spiez gegen Muri-Gümligen ein Unentschieden reichen.

Aufstieg ist kein Muss

«Wenn wir in der letzten Runde tatsächlich als Leader zum Favoriten gehen, dann wollen wir die Sache durchziehen und aufsteigen», macht Reto Gerber kein Geheimnis aus den Ambitionen, auch wenn man als Ziel eine Top-3-Platzierung und nicht den Aufstieg ausgegeben habe. Der Sportchef des FC Spiez stellt deshalb klar: «Wir verspüren keinen Druck, dieser liegt bei Muri. Für uns bricht keine Welt zusammen, sollten wir den Aufstieg nicht schaffen.»

Und trotzdem macht man sich am Thunersee bereits eifrig Gedanken über die nächste Saison, die eventuell in der 2. Liga interregional stattfindet. «Wir haben alle Spieler gefragt, ob sie für eine Liga höher bereit wären», sagt Gerber.

Noch haben nicht alle Akteure zugesagt. «Weil wir nicht wissen, in welcher Liga wir spielen werden, gestaltet sich die Planung schwierig. Auf jeden Fall werden wir aber eine jüngere, gute Mannschaft haben.» Fest steht, dass Marc Gerber (36), der Bruder von Reto, aus der ersten Mannschaft zurücktreten wird.

Die Cupträume

Ebenso klar ist, dass die Spiezer in dieser Saison noch ein anderes Ziel verfolgen. Am 22. Mai bestreiten sie gegen Boncourt den Berner Cuphalbfinal. «Mit einem Sieg qualifizieren wir uns für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups. Und dort würden wir uns wieder einen grossen Gegner wünschen», sagt Gerber und denkt dabei an 2010, als YB in Spiez antrat.

Berner Oberländer

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