«Die Niederlagen sind für alle frustrierend»

Uni Berns polnischer Trainer Mikolaj Ostrowski (37) nimmt Stellung.

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Trainer Mikolaj Ostrowski (Mitte) spricht zum Team.

(Bild: Manuel Zingg)

Peter Berger@PeterBerger67

Mikolaj Ostrowski, Amriswil, holte im 14 Spiel den 14. Sieg. War beim 0:3 gegen den Leader nichts zu holen?
Nein, das war schwierig für uns. Amriswil hatte einen guten Service, setzte uns unter Druck. Im zweiten Satz konnten wir uns steigern, führten sogar mit 16:11, verloren aber dennoch 20:25.

Topskorer Jakub Radomski spielte erst ab dem zweiten Satz. Warum?
Ich wollte ihn noch etwas schonen. Er war krank, hatte bereits die Partie vorher gegen Lausanne verpasst und konnte bloss einmal trainieren. Deshalb funktioniert auch die Abstimmung mit unserem neuen Passeur Jeremy Tomasetti noch nicht. Das braucht Zeit.

Sie wechselten während der Saison den Libero aus, holten einen neuen Passeur und verloren im Dezember Mirco Gerson, der sich nun auf das Beachvolleyball konzentriert.
Nach jedem Wechsel braucht es Zeit, bis die Mannschaft wieder eingespielt ist. Das ist normal. Aber natürlich läuft uns etwas die Zeit davon.

Nach dem guten Saisonstart mit acht Punkten aus fünf Partien resultierten ab dem Dezember neun Niederlagen aus zehn Partien. Was hat sich seit Saisonbeginn verändert?
Ich glaube, wir waren am Anfang aggressiver, zeigten mehr Spielfreude. Das hing auch mit Mirco zusammen, der wirklich um jeden Ball kämpft. Dann kamen die ersten Niederlagen und ein wirklich schlechter Tag beim 0:3 gegen Schlusslicht Jona. Die Niederlagen sind für alle frustrierend. Es ist für alle schwierig, die Motivation hoch zu halten.

Sie starteten mit einem jungen Team in die Saison, war das ein Fehler?
Das würde ich nicht sagen. Warum sollten wir nicht den Weg mit Jungen einschlagen? Auch erfahrene Spieler wie nun Tomasetti benötigen in einem neuen Team Zeit.

Das ist Ihre erste Saison als NLA-Trainer. Steigt der Druck?
Nein, ich bin sowieso mein grösster Kritiker. Die Clubverantwortlichen stehen hinter mir. Wir sind ja besser als letztes Jahr (als Aufsteiger gewann Uni nur 4 Punkte, jetzt sind es 11, die Red.).

Im Cup ist Uni Bern noch dabei. Am Sonntag ist sogar der Halbfinaleinzug möglich.
Zuerst genoss der Cup keinen hohen Stellenwert, aber der Appetit ist inzwischen grösser geworden. Wenn wir den Halbfinal erreichen, wäre das ein grosser Erfolg. Aber Achtung: Voléro ist eines der besten NLB-Teams.

In der Meisterschaft bleibt noch ein Drittel der Qualifikation zu spielen. Sie peilten einst Rang 5 an, jetzt liegt Uni als Vorletzter auf Rang 7.
Ich konzentriere mich vor allem auf die wichtigen Heimspiele gegen Genf, Jona und Luzern. Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können. Auf jeden Fall werden wir weiterhin versuchen, wieder zu gewinnen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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